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Sex-Täter missbrauchte Kinder im Weinkeller

20.09.2003, 19:15
Sex-Täter missbrauchte Kinder im Weinkeller
Tamara war erst 7 Jarhe alt, als sie von ihrem Onkel in Niederösterreich zum ersten Mal missbraucht und dabei gefilmt wurde. Ein Martyrium, das bis zum 16. Lebensjahr dauern sollte. Ihre jüngeren Geschwister, aber auch andere Mädchen und Buben waren ebenfalls in den Fängen des perversen Triebtäters. Schauplätze der Sex- Verbrechen: ein Weinkeller und zwei verfallene Wohnhäuser.
Die Weinfässer im schon seit langem leer stehenden Keller sind mit Spinnweben überzogen. Überall liegen Flaschen herum, dazwischen stehen ein paar Kerzen. In dem dunklen, verliesartigen Gemäuer riecht es muffig. Die Luft abgestanden. Auch die zwei verwahrlosten Häuser im nördlichen Niederösterreich strahlen irgendwie etwas Bedrohliches aus. Die Räume sind unordentlich, Kleidungsstücke liegen verstreut am Boden. Es sind Orte des Schreckens, die mindestens acht zarte Kinderseelen nie mehr vergessen werden. Hier wurden die Mädchen und Buben seit neun Jahren missbraucht! Von ihrem Onkel und Nachbarn . . .
 
Der 33- Jährige lockte seine ahnungslosen Opfer mit Fernsehen und Süßigkeiten zu sich. Mit Faustschlägen machte er dann die Kinder gefügig - und brachte sie bis heute zum Schweigen. Erst jetzt fand die kleine Nichte des Verdächtigen den Mut, über ihren unfassbaren Leidensweg mit Gendarmen zu sprechen. Die weiteren Ermittlungen der niederösterreichischen Kriminalabteilung (Gruppe für Sexualdelikte) brachte dann das gesamte Ausmaß des Verbrechens ans Tageslicht.
 
Hunderte Male verging sich der Arbeitslose in den vergangenen Jahren an seinen zwei Nichten, deren Bruder und mindestens fünf Nachbarskindern. Verschleppte sie in den Weinkeller, sein gegenüberliegendes Haus oder zu seinen Eltern, wenn diese gerade nicht da waren. Bei den perversen Sex- Spielen ließ der Peiniger fast immer die Kamera mitlaufen. Und raubte seinen Opfern dadurch auch noch ihre letzte Würde.
 
Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten im "Horror- Haus" Dutzende Videos und DVDs. In den nächsten Wochen müssen sich die Fahnder jede einzelne Aufzeichnung zum Sammeln von Beweisen ansehen. Es sind Bilder, die auch den Kriminalisten nicht mehr aus dem Kopf gehen werden . . .
 
Doch Reue über die furchtbaren Taten zeigte der 33- Jährige bei der Einvernahme nicht. Seine höhnische Verantwortung: "Ich lebe halt im falschen Land. Wo anders ist das nicht strafbar." Nach diesen Aussagen wurde der skrupellose Sex- Verbrecher noch am Gendarmerieposten verhaftet. Jetzt wird nach weiteren Opfern des Kinderschänders gesucht. Hinweise werden vertraulich behandelt: 01/711 40/3333
 
Von Christoph Budin
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