Geschlägert wurde der 27- Meter- Riese am gestrigen Montag. Der anschließende Transport mit einem Tieflader Richtung Rathaus war eine Herausforderung für sich. Vor allem die Fahrt bis zur Bundesstraße nahm viel Zeit in Anspruch: "Durch die vielen engen Kehren haben wir für sechs Kilometer Forststraße acht Stunden gebraucht", erklärte Forstdirektor Andreas Januskovecz.
Das Aufstellen des 170 Jahre alten Christbaums dauerte dagegen wesentlich kürzer: Um 10 Uhr karrte der Tieflader die mächtige Fichte unter Polizeigeleit auf den Rathausplatz. Danach wurden rund 500 Laufmeter Seil, mit dem die Äste für den Transport zusammengezurrt worden waren, entfernt und der Baum mittels zweier Kräne in die Senkrechte gebracht. Nach gut 30 Minuten konnte die Fichte schließlich in der vorgesehenen Öffnung verankert werden.
Seit 1959 spendet alljährlich ein anderes Bundesland einen Weihnachtsbaum für den Rathausplatz. Während der Baum im Vorjahr aus dem Salzburger Oberpinzgau stammte, beschenkt sich Wien heuer also praktisch selbst. Das feierliche Einschalten der Festbeleuchtung, die sogenannte „Illuminierung“, findet auch dieses Jahr wieder im Beisein von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) statt. Mit der Eröffnung des Christkindlmarktes am Samstag, 15. November, werden dann über 1.000 Lichter den Baum erhellen. Bis dahin werden womöglich auch die Temperaturen für etwas mehr Adventzauber sorgen.