"Ja, das wird jetzt etwas schwierig zu erklären sein. Die beiden Angebote sind aber einfach nicht zu vergleichen", hat die "Krone" einen Pressesprecher der Firma Eurofighter offenbar am falschen Fuß erwischt. Er sollte erläutern, warum ein Typhoon- Kampfjet jetzt um 30,7 Millionen Euro pro Stück billiger an die Schweizer geliefert werden könnte als noch vor einigen Jahren an die Österreicher.
Wäre nämlich das aktuelle Anbot an die Schweiz - 83,3 Millionen Euro pro Jet - auch an Österreich gestellt worden, hätte sich der Gesamtpreis - 1,7 Milliarden Euro - um 450 Millionen Euro reduziert.
Verteidigungsminister Norbert Darabos ist über die Informationen aus der Schweiz nicht begeistert: "Dieses Angebot zeigt offenbar, dass die Firma Eurofighter in der Schweiz unbedingt noch den Kampfjet- Hersteller Saab- Gripen aus dem Wettbewerb drängen will. Bei den Verhandlungen zu Österreichs Eurofightern war wirklich nicht mehr drinnen - der Kaufpreis sank um 400 Millionen."
Ob der Eurofighter- Hersteller nun aber mit den "Ausverkaufs- Jets" in Bern punkten kann, ist fraglich: Im Schweizer Verteidigungsdepartement verweist man auf "eine Entscheidung der Politik". Und die streitet über ein Festhalten an der Bestellung der Saab- Gripen.