Sbg: Immer mehr Wildvögel frieren bei Futtersuche fest

14.02.2012, 10:04
Sbg: Immer mehr Wildvögel frieren bei Futtersuche fest (Bild: Markus Tschepp)
Foto: Markus Tschepp
Die klirrende Kälte macht auch den Tieren sehr zu schaffen - etwa in Salzburg. Dort drohten in den vergangenen Tagen immer mehr Wild- und Greifvögel zu verhungern, weil sie wegen der dichten Schneedecke kein Futter fanden. Außerdem froren ihre Füße am Boden fest. Die Tierrettung konnte mittlerweile sieben Vögel wieder aufpäppeln.

"Für Uhus, Turm- und Wanderfalken sowie Waldkauze ist es jetzt besonders schlimm. Sie fressen normalerweise Mäuse. Die kommen aber bei der geschlossenen Schneedecke nicht mehr raus", weiß Tierretter Manfred Ehgartner. "Die Vögel bleiben in der Folge nicht mehr auf den Ästen sitzen, sondern suchen am Boden verzweifelt nach Nahrung. Und da frieren im schlimmsten Fall auch noch ihre Füße fest", schildert Ehgartner der "Krone".

Traubenzuckerlösung "wirkt wie ein Energy- Drink"

Sein Team konnte in den vergangenen Tagen aber zumindest sieben Falken und Waldkauze retten. "Spaziergänger haben uns gemeldet, dass die Vögel schon völlig entkräftet waren. Wir nahmen daher Thermosflaschen mit warmem Wasser und Traubenzucker- Lösungen mit", berichtet Ehgartner. Mit dem warmen Wasser wurden die vereisten Füße vom Boden gelöst. Dann flößten wir den Vögeln zwischen 0,2 und 0,7 Milliliter Traubenzuckerlösung ein. Das wirkt wie ein Energy- Drink", so Ehgartner.

Die Vögel wurden bei der Tierrettung gepflegt und dann wieder in die Freiheit entlassen. "Nur ein Waldkauz, der schon extrem unterernährt war, ist noch bei uns", verrät Ehgartner. Der Tierretter hofft, dass die milderen Temperaturen in den nächsten Tagen das Futter- Problem entschärfen werden.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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