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21.10.2014 - 00:50

Salzburger Steinbruch- Chef stellt Spritdiebe

24.02.2013, 10:46
Salzburger Steinbruch-Chef stellt Spritdiebe (Bild: Markus Tschepp)
Foto: Markus Tschepp
Es war nicht das erste Mal, dass Treibstoffdiebe im Gollinger Konglomerat- Steinbruch in Salzburg zuschlugen. Betreiber Hubert Steiner (Bild) war deswegen sofort bereit, als in der Nacht auf Samstag der Alarm losging. Er schaute auf dem Firmengelände nach, entdeckte zwei verdächtige Autos und konnte schließlich einen der Täter aufhalten. Später wurden auch die Komplizen gefasst.

"Seit 15 Jahren gibt es Probleme mit Treibstoffdieben. Acht Mal schlugen sie bei uns zu. Jetzt haben wir eine Alarmanlage. Am Samstag um 2.39 Uhr ging der Warnanruf bei mir ein", schildert Steiner. Er wohnt nicht weit entfernt, setzte sich ins Auto und fuhr zum Steinbruch. "Ich entdeckte ein Auto mit Halleiner Kennzeichen. Der Fahrer stieg aus, er sah bedrohlich aus. Dann setzte er sich wieder ans Steuer und wollte mich abdrängen. Ich fuhr einfach langsam zurück, damit er mich in Ruhe lässt."

Dabei bemerkte Steiner einen zweiten Pkw. "Der wollte auch von der Betriebsumkehr auf der Autobahn zum Steinbruch. Ich stieg aus und zeigte dem Fahrer meine Waffe, einen Revolver. Ich sagte ihm, er soll sitzen bleiben. Das tat er." Minuten später kamen die alarmierten Polizisten. "Sie nahmen den Mann mit. Offenbar hatten sich vier Komplizen im Steinbruch versteckt. Da standen auch sechs Kanister, mit denen sie Benzin abpumpen wollten", erzählt Steiner.

Bereits in der Vorwoche 300 Liter Diesel abgepumpt

Die Komplizen flüchteten zu Fuß, konnten aber gefasst werden. Der sechste Täter, der in seinem Auto vorerst entkam, wurde am Samstag geschnappt. Bei den Männern handelt es sich um einen Serben, drei Türken, einen Kroaten und einen Einheimischen aus Abtenau. Die Diebe im Alter zwischen 19 und 23 Jahren gaben zu, bereits am vergangenen Sonntag im Steinbruch 300 Liter Diesel abgepumpt zu haben.

"Die Polizei kommt oft erst 45 Minuten nach dem Alarm her. Da sind alle weg. Man muss selbst ein bisschen Zivilcourage zeigen, aber dabei auf ein kalkulierbares Risiko achten. Meine Frau erinnert mich nicht umsonst immer daran, dass ich verheiratet bin", sagt Steiner. Was ihn ärgert, ist, dass die Polizei nicht alle Spuren sichert: "Bei einem Diebstahl bestand ich darauf. Da wurde sogar eine DNA gesichert. Die Täter, fünf Rumänen, wurden nach Kupfer- Diebstählen in Lend gefasst, sind aber auf freiem Fuß. Muss ich noch mehr sagen?"

Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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