Der Insolvenzantrag inklusive Antrag auf Zwangsausgleich soll bereits beim Handelsgericht Graz eingereicht sein - Letzteres, um die Fluglizenzen behalten zu können.
Um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, will das Unternehmen beim Masseverwalter umgehend eine Fortführungskaution von 100.000 Euro hinterlegen. Durch den Wegfall der Fremdkapitalkosten ist man zuversichtlich, bis Juni 2010 bei gleichbleibenden Passagierzahlen ein positives Betriebsergebnis in der Höhe von rund 60.000 Euro erzielen zu können, so der AKV.
Nach den Konkursen der Fairline Luftfahrt GmbH & Co KG im Jahr 2004 und der Styrian Airways AG ("Styrian Spirit") im Jahr 2006 hat nun die dritte steirische Fluglinie eine Bruchlandung erlitten. Geschäftsführer Georg Pommer war bereits bei der Fairline in führender Funktion tätig, bei der Styrian Spirit war er am Aufbau beteiligt. In den vergangenen Jahren hatte Pommer einen steten Kampf gegen die "steuerfinanzierte Austrian Airlines" geführt.
Pommer zeigte sich in einer Stellungnahme optimistisch, die Insolvenz zu bewältigen, und kündigte einen Ausbau der Linienflüge von Graz und Linz ab 26. April an.