Beim "Krone"-Lokalaugenschein in der Kundratstraße zeigt der 18-jährige Paul J. (Bild) auf das Einschussloch in der Fensterscheibe. Seine Mutter - sie ist Kellnerin in der "Zwergenstube" - hatte das Schussattentat live miterlebt.
"Wenn ich nicht gerade die Rechnung geschrieben hätte und zur Seite gegangen wäre, würde ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr leben", schildert auch Kellner-Kollegin Sabine K. (Bild 2). Nur um Zentimeter wurde die Frau vom Projektil verfehlt, das sich durch die Glasscheibe gebohrt hatte und schließlich in der Getränke-Vitrine oberhalb der Kaffeemaschine einschlug.
Zumindest ebenso viel Glück hatte Stammgast Dietmar. Auch der 50-Jährige wurde nur um Haaresbreite verfehlt. Insgesamt schlugen zwei Projektile aus einer Pistole oder einem Gewehr ein.
Lokalbesitzer hegt Verdacht
Die Ermittler stehen nach dem Angriff vor einem Rätsel, doch der Besitzer hegt schon einen Verdacht. Bernhard A.: "Schon vor eineinhalb Jahren hat es auf mein Lokal einen Buttersäure-Angriff durch Stinkbomben gegeben. Vermutlich hat ein Mitbewerber ein Problem mit uns."
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