Laut Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich wurde die ermordete Bulgarin Petya Filkova zuletzt am Freitagabend bei einem Kebab-Stand gesehen. Danach verliert sich der Weg der Frau. Den Fahndern geht es nun um etwaige Wahrnehmungen von Zeugen. Insbesondere interessiert sie, wer die Bulgarin am Freitagabend nach 21.00 Uhr noch gesehen hat und ab diesem Zeitpunkt über ihren weiteren Verbleib Angaben machen kann. Hinweise sind an das Landeskriminalamt unter Tel.: 059133/303333 oder an jede Sicherheitsdienststelle erbeten.
Die 24-Jährige war 1,55 Meter groß, schlank und hatte schwarzes, schulterlanges Haar. Am Freitagabend soll sie u. a. mit schwarzen Jeans, weißer Jacke und einer schwarzen Bluse mit Tigermuster auf der Vorderseite bekleidet gewesen sein. Außerdem hatte die Bulgarin eine schwarze Handtasche bei sich.
Leiche für Obduktion zu stark verkohlt
Das Mordopfer wurde am Sonntag gegen 8.30 Uhr unbekleidet auf einem Güterweg nächst der L15 zwischen den Ortschaften Hohenruppersdorf und Niedersulz im Weinviertel gefunden. Die Frau war laut den Ermittlern an einem anderen Ort durch wuchtige Schläge auf den Kopf getötet, ihre Leiche dann Stunden später angezündet worden. Der genaue Todeszeitpunkt habe sich bei der Obduktion nicht feststellen lassen.
Laut den Ermittlern stammte Petya Filkova aus der bulgarischen Stadt Pleven. Sie war ledig und zuletzt unangemeldet in Wien wohnhaft. Die Kleidung der Frau wurde noch nicht gefunden. Aus dem Besitz der Prostituierten fehlt außerdem die Kontrollkarte.
Parallelen zu drei weiteren Prostituierten-Morden
Erschlagen, abgelegt und angezündet – auf grausame Weise entsorgten der oder die noch Täter das jüngste Opfer inmitten von Weinreben. Schnell kamen Ermittler der Mordkommission auf auffallende Parallelen zu weiteren drei ungeklärten Morden an Prostituierten:
Haben es die heimischen Ermittler nun tatsächlich mit einem neuen Prostituierten-Mörder zu tun? Ein irrer Freier, der sich im Laufe der Jahre zum Serientäter entwickelt hat? Kriminalisten wollen dies nicht ausschließen. Wie auch die Möglichkeit, dass es das grausame Werk der skrupellosen Menschenhandel-Mafia gewesen ist. Eine Rotlicht-Insiderin: "Wir sind uns alle sicher: Es war die Rumänen-Mafia. Wenn sich Mädchen nicht mehr ausbeuten lassen oder Probleme machen, werden sie einfach entsorgt. Das ist üblich und bekannt."
von K. Loibnegger, C. Budin, F. Kimeswenger und M. Radinger (Kronen Zeitung) und krone.at
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