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Pinzgau: Stalldach unter Schneelast eingebrochen

20.02.2012, 11:26
Pinzgau: Stalldach unter Schneelast eingebrochen (Bild:  (Bild: APA/FF SAALBACH-HINTERGLEMM))
Mitten im Ortsgebiet von Hinterglemm im Salzburger Pinzgau ist am Sonntagabend das Satteldach eines Stallgebäudes unter der Last einer etwa eineinhalb Meter hohen Schneeschicht eingestürzt. Die Tiere waren durch eine Zwischendecke aus Beton geschützt, doch etliche Maschinen und Geräte wurden zerstört. Auch die Seitenwände drohten auf den Parkplatz des Unterschwarzacherhofs zu fallen.

"Es hat einen lauten Tuscher gemacht. Wir dachten zuerst, die haben wieder einmal eine Lawine abgesprengt", berichtet der Landwirt und Hotelier Anton Hasenauer (52) – er betreibt den Unterschwarzacherhof – über den Einsturz des Stalldachs. "Das war gegen 19.30 Uhr. Nur eine halbe Stunde vorher habe ich dort noch gearbeitet", sagt Hasenauer zur "Krone".

Die aus Holz errichtete Scheune hatte der Schneelast nicht mehr Stand gehalten. "Unsere Tiere sind darunter eingestellt. Dieser Bereich ist aus Beton gebaut, auch die Decke", schildert Hasenauer. So blieben die 20 Rinder und fünf Pferde unverletzt.

Seitenwände drohten auf Autos zu kippen

Die örtliche Feuerwehr, die Kameraden aus Saalfelden und Zell am See sowie die Bergrettung kamen der Familie Hasenauer mit 60 Mann zu Hilfe. "Zuerst brachten wir die Autos der Urlauber vom Hotelparkplatz weg. Die noch stehenden Seitenwände drohten nämlich ebenfalls einzustürzen. Die wären genau auf die Fahrzeuge gekippt", weiß Kommandant Michael Eberharter aus Saalbach.
Der Unterschwarzacherhof gleich neben der Scheune war nicht in Gefahr. Trotzdem wurde der Speisesaal zur Sicherheit geschlossen. Die Helfer räumten bis kurz nach Mitternacht Trümmer weg. "Außerdem schaufelten wir von den noch bestehenden Seitenteilen des Dachs den Schnee weg", erklärt Eberharter.

"Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde"

Der Schaden ist groß. "Das Wichtigste ist aber, dass niemand verletzt wurde. Außerdem ist die Hilfsbereitschaft gewaltig. In der Scheune waren das Heu für die Tiere und einige Geräte gelagert. Das ist alles ruiniert. Aber Nachbarn haben mir schon mit frischem Futter ausgeholfen", ist Anton Hasenauer erleichtert.

Schon in den 80er Jahren lag ein Meter Schnee oben"Dass dieses Dach nicht Stand hielt, verstehe ich nicht. Wir hatten schon in den 80er- Jahren einen Meter Schnee oben. Der muss heuer besonders schwer gewesen sein", meint Hasenauer. Ein Zimmerer begutachtete bereits den Schaden. "Wir wollen die Scheune rasch wieder aufbauen", nimmt sich Hasenauer vor.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
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