W. könne sich das Gutachten bzw. dessen Ergebnis nicht erklären, teilte ihr Rechtsanwalt Timo Gerersdorfer mit. Die Beschuldigte habe ihn überdies ersucht, jedenfalls die vorliegende Expertise überprüfen zu lassen. Er überlege nun, allenfalls einen Antrag auf Ergänzung oder auf ein zusätzliches Gutachten zu stellen, sagte der Anwalt.
Die Beschuldigte "verantwortet sich weiterhin nicht geständig", teilte auch die Anklagebehörde mit. Die 51-Jährige stelle in den Raum, dass Alois F. durch die Einnahme von Medikamenten gestorben sei. Herbert A., der "noch viel alleine unterwegs war", habe selbst als Ursache für seine Krankheiten vergifteten Wein oder eine genetische Veranlagung vermutet.
"Gift in den Nägeln und den Organen"
Bei der seit Wochenbeginn vorliegenden Expertise handelt es sich um das Ergebnis der toxikologischen Untersuchungen nach den Anfang April erfolgten Exhumierungen der Männer. Laut dem Sachverständigen Christian Reiter erfolgte die "Zufuhr von Arsen jeweils über einen Zeitraum von mehreren Monaten", so die Staatsanwaltschaft Krems. Das Gift sei "in den Nägeln und den Organen der Verstorbenen nachgewiesen" worden.
Das Gutachten Reiters bestätige, dass es "offensichtlich zwei Ermordete" gebe, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft weiter. Die Verdachtslage sei "relativ stark". Die 51-jährige Polin befindet sich seit Ende März in U-Haft.
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