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Pfarrer Friedl geht auf eigenen Wunsch in Pension

21.02.2012, 12:04
Pfarrer Friedl geht auf eigenen Wunsch in Pension (Bild: APA/ Robert Jäger)
Foto: APA/ Robert Jäger
Der durch seinen Einsatz für die kosovarische Familie Zogaj weit über Oberösterreich hinaus bekannt gewordene Ungenacher Pfarrer Josef Friedl geht in Pension. Der 68- Jährige habe aus gesundheitlichen Gründen um Entpflichtung als Pfarrer in Ungenach und Pfarrmoderator von Zell am Pettenfirst gebeten und werde mit 15. März in den dauernden Ruhestand versetzt, teilte die Diözese Linz am Dienstag mit.

Der engagierte Pfarrer, der sich immer wieder für Asylwerber einsetzte, wurde vor allem durch sein Engagement für die Familie Zogaj bekannt und musste sich deswegen auch so manche Anfeindung gefallen lassen. Vor Kurzem erhielten die 20- jährige Arigona, ihr zwölfjähriger Bruder Albin und ihre 13- jährige Schwester Albona, die alle die Schule besuchen, vom Magistrat Linz ihre Visa mit Niederlassungsbewilligung (siehe Infobox).

Mutter Nurije arbeitet als Reinigungskraft. Sie hat ihre Bewilligung bereits Ende vorigen Jahres erhalten. Die Visa gelten vorerst für ein Jahr, werden dann auf zwei Jahre verlängert und nach abermals zwei Jahren sind sie endgültig, sofern sich die Zogajs nichts zuschulden kommen lassen.

Friedl seit 1968 Priester

Friedl stammt aus Münzkirchen im Bezirk Schärding. Nach seiner Priesterweihe 1968 arbeitete er zunächst in Gallspach und in Steyr- Ennsleite als Kaplan sowie in Vöcklabruck als Religionslehrer. Dort baute er auch ein Jugendzentrum auf. 1984 absolvierte er in den USA eine Ausbildung zum Familientherapeuten. Seit 1977 war er Seelsorger in Ungenach im Bezirk Vöcklabruck, seit 1980 stand er der Gemeinde als Pfarrer vor. Zusätzlich betreute er seit etlichen Jahren als Pfarrmoderator die Pfarre Zell am Pettenfirst mit.

Im Herbst 2010 zog sich der Priester bei einem Radunfall schwere Verletzungen zu. Er musste sogar in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus und einer mehrwöchigen Reha war er sehr optimistisch, was seine Zukunft betraf: "Ich werde wieder." Jetzt bat er doch aus Gesundheitsgründen um seine Entpflichtung.

AG/red
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