Schober hatte im Verfahren BZÖ-kritische Bemerkungen fallen gelassen und die Zeugenaussagen von BZÖ-Obmann Westenthaler sowie von Parteisprecher Lukas Brucker folgendermaßen kommentiert: „Wie es bei Wirtshausraufereien so üblich ist, gibt es Zeugen, die relativ dumm daher lügen. Die werden noch von der Staatsanwaltschaft hören.“ Westenthaler und Brucker droht nun jeweils ein Verfahren wegen Falschaussage.
„Gegen Schober etwas machen“
Daraufhin griff Partik-Pable - bis zu ihrer Pensionierung als Richterin im Grauen Haus tätig - zum Telefon, um mit dem Leiter der Staatsanwaltschaft zu sprechen. Da Behördenleiter Schneider zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend war, wurde sie mit seinem Stellvertreter Swoboda verbunden.
Partik-Pable soll angeregt haben, „gegen Schober etwas zu machen“, wie mehrere Gesprächspartner am Donnerstag der Austria Presse Agentur berichteten. Die orange Justizsprecherin soll angedacht haben, der Ankläger müsse für die oben wieder gegebene Äußerung disziplinarrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
„Kaum verhüllter Interventionsversuch“
Im Landesgericht war von einem „kaum verhüllten Interventionsversuch“ die Rede, der bei mehreren Richtern und Staatsanwälten für Empörung sorgte. Die Anklagebehörde wollte sich zu dem Vorgang offiziell nicht äußern. BZÖ-Sprecher Brucker könne zu dem Anruf derzeit nichts sagen, da er bis jetzt nichts davon gewusst habe, meinte er gegenüber der APA.
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