Fragile Entwicklung

Österreichs Wirtschaft erholt sich nur zögerlich

Wirtschaft
21.03.2013 11:48
Österreichs Wirtschaft wird sich heuer und nächstes Jahr weiter erholen - aber nur zögerlich und mit anhaltender Unsicherheit. Das Wirtschaftsforschungsinstitut und das Institut für Höhere Studien rechnen für 2013 mit 1,0 bzw. 0,8 Prozent realem Wachstum, 2014 soll das BIP aus Sicht beider Institute etwas kräftiger um 1,8 Prozent zulegen.

2012 war das Wachstum mit 0,8 Prozent etwas höher als zuletzt gedacht, vor allem die Anlagen- und Bauinvestitionen haben stärker angezogen. Wermutstropfen für 2013 und 2014: Die Arbeitslosigkeit dürfte noch einmal steigen und die Inflation nur langsam zurückgehen.

Vom Privatkonsum kommen heuer und nächstes Jahr schwächere Impulse als noch vor drei Monaten prophezeit. Schon 2012 legte der private Konsum in Österreich laut IHS nur um 0,4 Prozent zu, dämpfend wirkten dabei der Preisauftrieb und der leichte Anstieg der Sparquote. Für heuer geht das IHS von 0,5 Prozent Plus aus, das Wifo von 0,6 Prozent. 2014 könnte es einen Anstieg auf rund ein Prozent geben - wegen besserer Einkommensperspektiven.

Rezession in Euro-Raum verstärkt
Das Bild für die Weltwirtschaft hat sich laut Wifo bereits im vierten Quartal 2012 etwas aufgehellt, daher sollte es weltweit - vor allem in den Schwellenländern - ab dem Frühjahr 2013 eine zügige Erholung geben. Im Euro-Raum jedoch habe sich die Rezession mit einem BIP-Rückgang um 0,6 Prozent deutlich verstärkt. Besonders betroffen waren davon die unter der Staatsschulden- und Bankenkrise leidenden Staaten wie Spanien, Portugal, Italien, Slowenien und Zypern. Auch in Deutschland habe die Wirtschaftsleistung spürbar abgenommen.

Im Laufe des Jahres 2013 sollte die Konjunktur jedoch auch im Euro-Raum wieder Fahrt aufnehmen, vermuten Wifo und IHS - und 2014 sollte die Wirtschaft der Euro-Zone sogar wieder wachsen.

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