Vom Leichnam habe man unter anderem Gewebeproben entnommen, damit noch weitere Untersuchungen gemacht werden könnten. Diese Verfahren würden noch rund zwei Wochen dauern, ehe weitere Details zur Todesursache vorlägen. "Es war aber erst einmal wichtig, die Obduktion durchzuführen, damit man die Leiche zur Beerdigung freigeben konnte", erläuterte Bacher am Mittwoch.
Man überlege auch, ob man einen zweiten Fachmann aus dem Bereich der Inneren Medizin heranziehen werde. Es müsse sehr genau vorgegangen werden, um die Frage eines eventuellen Fehlverhaltens des medizinischen Personals zu klären. Das mit Ermittlungen beauftragte Landeskriminalamt Steiermark habe indes noch keinen Bericht vorgelegt, so der Sprecher. Es müssten noch einige Zeugen und Ärzte sowie medizinisches Personal befragt werden.
Die kleine Laura war am Wochenende gestorben, nachdem sie während der Operation einen Lungenkrampf erlitten hatte und aus der Narkose nicht mehr aufgewacht war. Das Mädchen war wegen zehn hochkariöser Zähne operiert worden. Laut interner Untersuchung des Landeskrankenhauses habe kein Fehlverhalten festgestellt werden können.
Lauras Großvater Franz R. will diese Erklärung aber nicht glauben: "Der Tubus ist verrutscht. Sie haben dann versucht, das zu richten. Dadurch kam es zum Sauerstoffmangel im Gehirn", mutmaßt der 45- Jährige zu wissen, wie es zum Hirntod der Kleinen kam. Man habe zudem der Familie nahegelegt, keinen Anwalt einzuschalten, weil, so R., "wir eh keine Chance haben".