Überraschende Wende

OÖ: Erfundene Entführung führt zu getürmtem Häftling

Österreich
14.04.2013 13:25
Die Fahndung nach einem mutmaßlichen Entführer hat für oberösterreichische Exekutivbeamten einen überraschenden Ausgang gefunden: Denn die vermeintliche Entführung entpuppte sich als eine erfundene Geschichte einer verärgerten Noch-Ehefrau. Für den von ihr angeschwärzten Mann klickten aber dennoch die Handschellen - es stellte sich nämlich heraus, dass es sich bei dem 27-Jährigen um einen entflohenen Strafgefangenen handelte.

Die 37-jährige Frau aus dem Bezirk Gmunden hatte am Donnerstag bei der Polizei Anzeige erstattet, weil ihr Ehemann - mit dem sie in Scheidung lebe - sie zu einer Fahrt nach Salzburg genötigt habe. Daraufhin leitete die Exekutive eine Großfahndung nach dem mutmaßlichen Entführer ein.

Am Freitagnachmittag konnte der 27-Jährige in Altmünster festgenommen werden. Bei den Einvernahmen stellte sich jedoch heraus, dass er seine Frau gar nicht gezwungen hatte, mit ihm nach Salzburg zu fahren.

In Polizeigewahrsam blieb der Mann trotzdem: Es handelt sich bei dem 27-Jährigen nämlich um einen Strafgefangenen der Justizanstalt Wels, der Ende März nach einem Freigang nicht zurückgekehrt war. Er wurde umgehend wieder inhaftiert. Seine Noch-Ehefrau muss nun mit einer Anzeige wegen Verleumdung rechnen.

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