Der geplante Veranstaltungsort für das Riesenkonzert am 22. Mai - mehr als 80.000 Besucher werden erwartet - sei als Fliegerhorst im 2. Weltkrieg bei Bombardements schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtet der ORF am Mittwoch und beruft sich dabei auf den ehemaligen Katastrophenschutzbeauftragten der Stadt Wels, Helmut Track.
Laut Track seien dort noch Blindgänger und sogar Zeitzünderbomben verschollen. Er habe das der Stadt Wels schon im Februar mitgeteilt. Der Vizebürgermeister der Stadt Wels, Hermann Wimmer, sprach gegenüber dem ORF von einem Gutachten des Entschärfungs- und Entminungsdienstes, das es abzuwarten gelte.
Rund um das Konzert gab es vor Wochen teils heftige Diskussionen. Naturschützer hatten befürchtet, dass durch das Open- Air der australischen Hardrockband die seltenen Tier- und Pflanzenarten auf dem etwa 110 Hektar großen Gelände in Mitleidenschaft gezogen werden. Mit Mühe wurde ein "vögelschonendes" Konzept erarbeitet und verschärfte behördliche und umwelttechnische Auflagen erteilt.
Der Veranstalter des Konzertes, die Wiener Agentur LSK, zeigte sich auf krone.at- Anfrage am Mittwoch überrascht von der "Bomben- Warnung". Man wisse nichts von einem Gutachten des Entminungsdienstes und habe von der Stadt Wels, mit der man ständig in Kontakt sei, bisher nichts über Bedenken in dieser Hinsicht erhalten. "Das wäre grob fahrlässig, wenn uns die Stadt Wels so etwas verschwiegen hätte", hieß es.
Nach letztem Stand sei das Konzert ganz normal auf Schiene. Man habe bisher alle noch so verschärften Auflagen für den Natur- und Umweltschutz befolgt und warte nur noch auf ein abschließendes Vögel- Gutachten des Landes Oberösterreich.