Obduktion klärte auf

Mumifizierte Leiche in Wien: Kein Fremdverschulden

Wien
08.02.2012 10:44
Am 2. Februar hatten Feuerwehrmänner bei Löscharbeiten in einer Wohnung in Wien-Währing die mumifizierte Leiche von Fridolin H. entdeckt. Wie berichtet, hauste wochenlang ein Bekannter neben der Leiche des 59-jährigen Wieners. Nach der Obduktion steht nun fest: "Es liegt kein Fremdverschulden vor, der Mitbewohner hat mit dem Tod des Mannes nichts zu tun", so ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Was genau zum Tod des Mannes geführt habe, stehe laut Polizeisprecher Roman Hahslinger noch nicht fest. "Ein Herzinfarkt oder Ähnliches kommt infrage. Jedenfalls war es eine natürliche Todesursache", erläuterte Hahslinger gegenüber krone.at.

Am 30. Jänner um 1.15 Uhr waren die Einsatzkräfte zu einem Wohnungsbrand in der Edelhofgasse gerufen worden. Nachbarn dürften Rauch bemerkt und Alarm geschlagen haben. Die Feuerwehr brach die Tür auf und fand abgesehen von einer angebrannten Speise, die den Qualm verursachte, eine bereits mumifizierte Leiche, die in einem Sessel im Wohnzimmer saß.

Seit Dezember nur noch Untermieter gesehen
Noch während Feuerwehr und Polizei an Ort und Stelle waren, betrat ein stark betrunkener Mann die Wohnung. Wolfgang R. gab an, darin seit ein paar Wochen zu wohnen. Von der Leiche in der Wohnung wolle er nichts bemerkt haben.

Das Wohnzimmer habe er nie betreten und keinen Geruch wahrgenommen, gab der 42-jährige Niederösterreicher gegenüber der Polizei an. Er dachte, dass der Wohnungsinhaber schon länger weggewesen sei. Seit Anfang Dezember war von Nachbarn nur noch der Untermieter gesehen worden - von Fridolin H. gab es kein Lebenszeichen mehr.

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