Man muss nur in das Katastrophengebiet von St. Lorenzen in der Steiermark blicken, um zu sehen, dass der Juli wenig Gutes gebracht hat: Nach wie vor sind die Bewohner mit den Aufräumarbeiten nach der Mega- Mure beschäftigt, das wird wohl noch Monate dauern.
Fast täglich - so die Wetterforscher der Wiener Hohen Warte - gingen irgendwo in Österreich schwere Unwetter nieder. Zum Teil mit einer solchen Macht, dass bei Stationen, die teils schon seit dem 19. Jahrhundert in Betrieb sind, neue Rekorde gemessen wurden. "Die rund 200 Millimeter Regen in Eisenstadt kommen statistisch gesehen nur einmal in 100 Jahren vor", erklärt Meteorologe Thomas Wostal.
Während die Temperaturen an manchen Tagen in die unerträgliche Zone stiegen (38,3 Grad etwa in Bad Deutsch- Altenburg in Niederösterreich), entlud sich der Himmel bei jedem Gewitter mit oft fataler Vehemenz. Alleine im Juli wurden beinahe so viele Blitze gemessen wie im gesamten Vorjahr. Und die Aussichten sind auch nicht gerade rosig: Laut Langzeitprognosen kommt ein Unwetter- August auf uns zu.