Wie Manfred Niederl von der "Steirerkrone" weiß,
hatte sich die Pensionistin Montagabend gegen 22 Uhr auf die Suche
nach ihrer Katze gemacht, weil ihre nebenan wohnende Enkelin sie
angerufen und gesagt hatte, dass "Gina" gerade mit einem Marder
kämpfen würde. Die Katze hat sie zwar nicht gefunden,
aber dafür den Marder, der im Garten eines Nachbarn saß.
Angetan von der vermeintlichen Herzigkeit des Tieres hatte sie
sich ihm genähert. "Na, du Schlingel?", habe sie gesagt.
Doch da war der Marder schon auf die Frau losgegangen, biss ihr
mehrmals in die Ferse.
Nachbarn eilten mit Besen und Schürhaken
zu Hilfe
Weder sie noch ihre Tochter und Enkelin, die der
Pensionistin mit Schürhaken und Besen zu Hilfe geeilt waren,
konnten das Tier verscheuchen. Erst als ein Wagen des Roten Kreuzes,
das ein Nachbar alarmiert hatte, auftauchte, ergriff der Marder
die Flucht.
Frau kann schon wieder darüber lachen
Die Frau wurde ins Krankenhaus Eisenerz gebracht.
Ihr wurden vorsorglich zwei Tollwutspritzen verabreicht, zwei
weitere folgen noch. Inzwischen, so Niederl, ist die Frau wieder
zu Hause und kann über das ganze Erlebnis lachen. Und ihre
Katze ist auch wieder aufgetaucht.
Alle Bilder (c) Heribert Weber/Kronenzeitung