Wie jeden Tag klapperte der 49-jährige Mesut Dienstag früh auf seiner üblichen Tour die "Wettpunkt"-Filialen ab, um das Bargeld aus den Spielautomaten und die Tageslosung einzusammeln. Pünktlich um 6 Uhr war der Angestellte im Lokal in der Reinprechtsdorferstraße - seinem Ex-Arbeitsplatz, bevor er sich zum Geldboten hochgearbeitet hat.
Knapp 15 Minuten später dann der Schock-Überfall: Drei Männer mit Baseballkappen stürmten durch die Tür. Zumindest einer der Unbekannten war mit einer Pistole bewaffnet - und setzte diese auch ein: Insgesamt fünf Kugeln ließ der Räuber auf Mesut niedergehen. Mit Treffern in Bauch und Oberkörper sackte das Opfer blutüberströmt zu Boden.
Opfer schwebt in Lebensgefahr
Die Täter schnappten sich blitzschnell die Beute (einige Tausend Euro) und ergriffen die Flucht. Ein weiterer Angestellter blieb verschont und schlug umgehend Alarm. Trotz Sofortfahndung konnten die Räuber allerdings entkommen. Der niedergeschossene Mesut musste im Wiener AKH notoperiert werden – der gebürtige Türke schwebt in akuter Lebensgefahr.
Die Brutalität der Verbrecher erschüttert selbst erfahrene Kriminalisten. Wett-Insider sind davon überzeugt, dass sich die Täter bestens vorbereitet hatten und den Zeitplan des Geldboten genau kannten. Ermittler hoffen nun auf die Videoüberwachungskamera in der Filiale - laut ersten Sichtungen soll jede Sekunde bis zu den Schüssen auf Band festgehalten sein.
Die Räuber dürften 25 bis 35 Jahre alt sein, alle drei sind schlank und sportlich. Sie trugen bei dem Überfall Jeans, langärmlige Oberbekleidung und Baseballkappen. Einer der Männer trug einen Kapuzenpullover.
Die Polizei bittet um Hinweise an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/3131033800.
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