"Wir werden jetzt abwarten", sagte Honeger. Derzeit sind zwei Bohrpunkte im Süden durch Umweltaktivisten besetzt. Es sind dies jene beiden Plätze, die von den beauftragten Bohrfirmen am Montag erreicht werden konnten. Beim Versuch, auch im Norden zur geplanten Trasse der Nordost-Umfahrung zu kommen, waren die Probebohrer von Umweltschützern aufgehalten worden.
Die Asfinag kündigte am Mittwoch an, prüfen zu lassen, gegen wen sie Schadensersatzforderungen für die Kosten stellen kann, die ihr durch die Blockade der Bohrgeräte entstehen. Die Mitarbeiter an Ort und Stelle und die stillstehenden Arbeitsgeräte würden sein Unternehmen bis zu 9.000 Euro täglich kosten, so Honeger.
Blockade soll fortgesetzt werden
Sowohl die Asfinag als auch die für den Nationalpark zuständige Forstbehörde würden laufend das Gespräch mit den Aktivisten suchen, versicherte Honeger. Diese haben jedoch bereits wiederholt angekündigt, die Blockade auf jeden Fall fortsetzen zu wollen. Politisch unterstützt werden sie von den Grünen - die zuletzt eine "Nachdenkpause" in Sachen Nordost-Umfahrung gefordert haben.
Einsatz von Polizeigewalt wird ausgeschlossen
Dass die Besetzung mit Polizeigewalt beendet wird, haben sowohl die Asfinag als auch Wiens Bürgermeister Häupl ausgeschlossen. Derzeit laufen in der Asfinag Vorbereitungungen für ein Gespräch mit Politikern aus Wien bzw. den Bürgermeistern aus den Anrainergemeinden. Dieses wird voraussichtlich nächste Woche stattfinden.
Foto: Andi Schiel
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