Happy End in Wien

Leonesa und ihre Familie dürfen in Österreich bleiben

Österreich
14.06.2013 17:05
Jubel an der Sir-Karl-Popper-Schule, die am Freitag ihr 100-jähriges Jubiläum feierte: Flüchtlingsmädchen Leonesa und ihre Eltern, die in den Kosovo hätten abgeschoben werden sollen, haben die Rot-Weiß-Rot-Karte plus bekommen und dürfen damit in Österreich bleiben.

Für Leonesas Klassenkameraden geht mit dieser positiven Nachricht eine belastende Zeit zu Ende. Bis zuletzt hatte die ganze Schule gegen die Abschiebung der Zwölfjährigen (im Bild rechts) - sie ist Vorzugsschülerin und Klassenbeste in Deutsch - gekämpft. 

Im "Krone"-Interview (siehe Infobox) hatte Leonesa unter anderem die Richter, die ohne Anhörung über das Schicksal der kosovarischen Familie entschieden hatten, aufgefordert, sie aussagen zu lassen. Nacht für Nacht weinte sich die Schülerin in den Schlaf, aus Angst, Österreich verlassen zu müssen. "Ich habe oft Albträume", erklärte die Schülerin damals.

In der Zwischenzeit ist viel passiert. Anonyme Spender finanzierten eine Wohnung und halfen den Eltern, Jobs zu finden. Der Vater arbeitet jetzt bei einer Baufirma, die Mutter in einem Reinigungs-Unternehmen. Die Voraussetzungen für die Rot-Weiß-Rot-Karte plus waren deshalb erfüllt. "Niemand kann sich vorstellen, wie froh und glücklich ich bin", so die strahlende Leonesa.

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