Der Italiener war mit drei Kameraden in der Früh auf den Polinik gestiegen. Alpinpolizist Heribert Patterer: "Das ist eine beliebte Tour. Bei der Abfahrt traten sie die Lawine los. Ein 30- Jähriger wurde komplett verschüttet, einer nur bis zur Hüfte." Nachdem dieser befreit war, kämpften die drei Bergfreunde eine Stunde lang um das Leben ihres Kameraden.
"C7"- Pilot Klaus Rainer: "Der Notarzt konnte ihn wiederbeleben. Wir flogen ihn ins LKH Klagenfurt, wo er an die Herz- Lungen- Maschine angeschlossen wurde, um ihn wieder aufzuwärmen. Sein Leben hängt am seidenen Faden."
Die erste Lawine am Samstag war am Mölltaler Gletscher von einem Snowboarder losgetreten worden. Die Schneemassen wälzten sich auf die Familienskipiste. Hundert Mann suchten fünf Stunden nach möglichen Opfern; es gab keine - ebenso am Nachmittag, als ein zweites Schneebrett abging.
Drei Steirer hatten wiederum auf dem Stüdlgrat in Osttirol einen Schutzengel: Bergführer beobachteten, wie sie ein gewaltiges Schneebrett lostraten. Die drei Männer wurden mitgerissen, konnten sich aber selbst befreien.
Symbolbild