Die zwei Snowboarder und der 28-jährige Skifahrer wollten sich trotz aller Lawinen-Warnungen abseits der gesicherten Pisten austoben. Kurz nach 10 Uhr fuhren sie getrennt voneinander vom Frühmesser-Gipfel aus in Richtung Dürnbachtal in einen Steilhang ein. Der Skifahrer löste dabei ein 250 Meter breites und 100 Meter langes Schneebrett aus. Er wurde hunderte Meter mitgerissen und komplett verschüttet.
Seine Begleiter bekamen zunächst nichts mit. "Erst im Tal vermissten sie ihren Freund", berichtet Hans-Peter Stotter, der örtliche Bergrettungschef. Um 10.45 Uhr schlugen sie schließlich Alarm.
60 Bergretter und Hundeführer machten sich sofort per Lift und Hubschrauber auf den Weg zum Unglücksort.
Tod trotz zweimaliger Reanimation
Da in dem Bereich mehrere Lawinen abgegangen waren und es ebenso viele Kegel gab, teilten sich die Helfer in Trupps auf. Einer Gruppe gelang es schließlich, den Vermissten nach zweieinhalb Stunden Suche mittels eines LVS-Geräts in 80 Zentimetern Tiefe zu orten. Der Finne hatte neben dem Pieps auch ABS-Rucksack und Notfallausrüstung dabei. Schließlich konnte der Mann ausgegraben werden.
Der Urlauber war in einem äußerst kritischen Zustand. Er wurde noch am Lawinenkegel reanimiert und ein weiteres Mal in Neukirchen im Tal. Im Krankenhaus in Zell am See kämpften die Ärzte rund um Sven Klümper noch stundenlang um sein Leben – letztlich vergebens. Der 28-Jährige verstarb im Spital. Seine Freunde mussten nach dem Unglück psychologisch betreut werden.
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