Laut Staatsanwaltschaft Koblenz wurde am Freitag
gegen den Mann Haftbefehl erlassen. Auch Fingerabdrücke in
der Toilette hätten ihn überführt. Das Mädchen
war am Dienstag missbraucht worden.
"Kein unbeschriebenes Blatt"
Nach Aussage des Leitenden Oberstaatsanwalts Erich
Jung ist der geschiedene Vater zweier Kinder "kein unbeschriebenes
Blatt". Er sei bereits früher wegen exhibitionistischer Handlungen
aufgefallen und einmal auch wegen sexueller Nötigung verurteilt
worden.
Mädchen lief ihm in die Arme
Laut Jung fuhr der Lagerarbeiter am Dienstagmorgen
im Großraum Koblenz mit seinem Auto von seiner Arbeitsstätte
zu einem anderen Arbeitsort. Unterwegs habe er nach eigener Aussage
an der Grundschule Moselweiß gehalten, um sich in der Toilette
zu erleichtern. Erst als ihm anschließend dort das Mädchen
in die Arme gelaufen sei, habe er den Entschluss zum sexuellen
Missbrauch gefasst. Danach sei er weggefahren.
Missbrauch und Nötigung
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38- Jährigen
sexuellen Missbrauch und sexuelle Nötigung vor. Eine Vergewaltigung
im streng juristischen Sinne war die Tat nach Auskunft von Jung
nicht. Das Mädchen habe auch keine äußerlichen
Verletzungen erlitten. Die Siebenjährige wurde nach der Tat
medizinisch und psychologisch betreut.