Anrainer der Baustelle in Leibenfeld klagen über einen steten Lärmpegel durch Förderanlagen, über immer wiederkehrende Lärmspitzen durch Rüttelanlagen sowie über Staubbelastung. Besonders betroffen vom Krach der Bauarbeiten sei dabei die Gemeinde Hollenegg, erklärte am Dienstag Bürgermeister Karl Koch. Gleichzeitig räumte der Ortschef jedoch ein, dass die ÖBB bereits um eine Lösung bemüht seien.
ÖBB: "Kommunikation mit Anrainern verstärken"
Dies bestätigte auch ÖBB-Sprecher Christoph Posch: So sei man gemeinsam mit den Baufirmen - federführend ist die ARGE Strabag-Jägerbau - bemüht, Lösungen zu finden. Jedenfalls werde man die Kommunikation mit den Anrainern verstärken, so der ÖBB-Sprecher. Gleichzeitig wies Posch darauf hin, dass sämtliche Grenzwerte eingehalten und alle Behördenbescheide erfüllt würden. Punktuell gebe es aber Anwohner, die stärker als andere von Lärm und Schmutz betroffen seien.
Schwere Vorwürfe in anonymem Schreiben
Indes wurde in einem anonymen Schreiben an Gewerkschaft, Arbeitsinspektorat und Medien der Vorwurf erhoben, dass es auf der Koralmtunnel-Baustelle zu gravierenden Verstößen gegen die Arbeitszeitregelungen komme. Davon will Baugewerkschafter Josef Muchitsch jedoch nichts wissen. Dieser Vorhalt sei für ihn unverständlich, da ein Drei-Schicht-Betrieb vereinbart worden sei. Dennoch sei der Betriebsrat eingeschaltet worden, so Muchitsch.
Auch der Vorwurf des Lohndumpings, der ebenfalls in dem Schreiben zu finden ist, sei nicht nachvollziehbar: Drei flächendeckende Kontrollen hätten bisher keinen Verdacht auf Unterentlohnung bestätigt, erklärte der Baugewerkschafter.
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