Kdolsky hatte Ende März in der Schule gemeinsam mit der Aids- Hilfe Wien vor Geschlechtskrankheiten gewarnt und Kondome verteilt. Mit dabei waren zahlreiche Medienvertreter - die Fotos von Kdolsky und Schülern mit Verhüterlis waren am Tag darauf in praktisch allen Zeitungen zu sehen.
Eltern ärgern sich nun darüber, dass sie ohne Rücksprache oder Zustimmung „für eine äußerst fragwürdige politische Werbung missbraucht wurden“, hieß es im „Morgenjournal“. Sie wollen, dass die Fotos nicht mehr verwendet werden dürfen.
Im Gesundheitsministerium betont man, dass es sich bei der Aktion „sicher um keine parteipolitische Veranstaltung gehandelt hat“. Auf Grund der konstanten Anzahl an jährlichen HIV- Neuinfektionen und dem Ansteigen sexuell übertragbarer Krankheiten wie Syphilis sei „eindeutig die Aufklärung und der Schutz der Jugendlichen im Vordergrund gestanden“, hieß es in einer Aussendung.
Der Besuch sei außerdem sowohl mit dem Stadtschulrat als auch mit dem Direktor abgesprochen gewesen, auch das Unterrichtsministerium sei informiert worden. Die Veröffentlichung von Film- und Fotomaterial wiederum liege „nicht im Verantwortungsbereich des Ministeriums“.
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Laut Stadtschulrat hat der Direktor den Besuch der Ministerin erst kurz vor Beginn angekündigt, hieß es im „Morgenjournal“. Den genauen Ablauf wollen die Grünen nun in parlamentarischen Anfragen klären, kündigte deren Bildungssprecher Dieter Brosz an. Kdolsky habe die gültigen rechtlichen Bestimmungen sträflich missachtet.