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Krankmeldung ab sofort per E-Card möglich

05.05.2009, 15:42
Krankmeldung ab sofort per E-Card möglich (Bild: APA/HARALD SCHNEIDER)
Foto: APA/HARALD SCHNEIDER
Die Meldung sowie Abmeldung zum Krankenstand kann ab sofort per E- Card durchgeführt werden - damit erhält die Chipkarte eine weitere Funktion. Von den 3,9 Millionen Krankenstandsmeldungen jährlich erfolgen noch drei Millionen in Papierform. Somit sollen die insgesamt rund sechs Millionen Papier- Bestätigungen bald der Vergangenheit angehören. Das Einsparungspotenzial wird durch den Wegfall der Papierformulare mit rund vier Millionen Euro pro Jahr beziffert.

Wurden von den Sozialversicherungen bis jetzt unterschiedliche Formulare verwendet, steht nun auch ein einheitliches Online- Formular zur Verfügung. Die Verwaltung werde dadurch vereinfacht, denn auch das Versenden per Post fällt künftig weg, erklärt Volker Schörghofer vom Hauptverband.

Der Ablauf der "Arbeits(un)fähigkeitsmeldung" ist folgendermaßen vorgesehen: Der Arzt meldet den Krankenstand über eine Onlinemaske, die ins bestehende E- Card- System integriert wird. Der Patient erhält eine Bestätigung in Papierform zu seiner Information, diese kann auch dem Dienstgeber vorgelegt werden.

Diagnosen werden nicht gemeldet

Die Unternehmen haben gleichzeitig die Möglichkeit, den Krankenstand ihrer Mitarbeiter online abzufragen. Wie bisher erhält der Arbeitgeber allerdings lediglich die Information der Krankmeldung. Diagnosen oder Gründe für den Krankenstand, außer bei Arbeitsunfällen, werden nicht übermittelt, versichert Schörghofer.

Für eine verpflichtende Verwendung des neuen Systems ist noch kein Zeitpunkt vorgesehen. Schörghofer schätzt, dass in etwa sechs Monaten 75 Prozent der Ärzte freiwillig die neue Applikation nutzen.

Weitere Funktionen im Anflug?

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Hauptverbandes, Hans- Jörg Schelling, werden derzeit auch Gespräche mit den Vertragspartnern über weitere mögliche Funktionen geführt. Angedacht werde etwa die E- Medikation, ein elektronischer Impfpass oder sämtliche Bewilligungsvorgänge. Nur ein paar hundert Ärzte, so die Angaben des Hauptverbands, besitzen lediglich ein Kartenlesegerät, aber keine sonstige elektronische Infrastruktur.

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