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Klein "Mongu": 93 kg schwer, 68 cm groß

27.05.2003, 17:24
Klein "Mongu": 93 kg schwer, 68 cm groß
Da trompeten die Elefanten- Eltern: Nachwuchs im Dickhäuter- Haus! Sonntagnacht um 22.52 kam das putzige Elefantenmädchen "Mongu" zur Welt. Noch etwas wacklig auf den Beinen machte das noch etwas zerknautschte Baby seine ersten Schritten unter den stolzen Augen von Mama "Tonga".
Das "Sonntagskind" kam etwas überraschend schon Sonntagabend zur Welt. Eigentlich hatte man mit dem Nachwuchs erst Mitte Juni gerechnet, aber "Mongu" drängte etwas verfrüht aus dem mütterlichen Gefängnis. Die Geburt verlief problemlos. "Mongu" - ein "hübsches, strammes Mäderl" - wurde nach einer Stadt des afrikanischen Landes Sambia benannt.
 
Tonga und Sabi waren dabei
Obwohl man sich des Risikos bewusst war, dass die Mutter gegen ihr eigenen Baby aggressiv werden könnte, hatte man sich für einen "natürlichen" Weg entschieden: Tonga war während der Geburt nicht angekettet und mit ihrer "Busenfreundin" Sabi und deren Sohn Abu zusammen.
 
Der Rest der Herde war lediglich durch ein Seil getrennt und konnte jederzeit Rüsselkontakt halten. Die Geburt hatte sich am Freitag angekündigt, als der Level des Hormons Progesteron absackte. "Vom Personal wurden Nachtwachen eingerichtet, um nur ja keinen Augenblick zu verpassen.
 
Leichte Geburt
Innerhalb von 3 Minuten war "Mongu" da! Die eigentliche Geburt spielte sich in rasantem Tempo ab: Tonga drehte sich ein paar Mal im Kreis, bis die Fruchtblase platzte, und drei Minuten später war die Kleine schon zu sehen. Nach einigen wenigen Sekunden "platschte" sie aus der nicht unerheblichen Höhe auf den Boden, wodurch die Geburtshülle reißen konnte. Zu diesem Zeitpunkt zeigte die Uhr 22.52 an.
 
"Mongu hat sich sofort bewegt und wurde von ihrer Mutter angenommen", schilderte der Schönbrunner Vizedirektor. Die ersten Stunden lief die sehr aktive Kleine praktisch ununterbrochen herum, nahm auch schon "Tante" Sabi unter die Lupe und wurde vom Rest der Herde neugierig berüsselt. "Auch Abu war sehr vorsichtig und nicht grob, wie wir es befürchtet hatten."
 
Der zweijährige Abu ist jetzt Onkel und Schönbrunn wieder um eine Attraktion reicher.
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