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19.06.2013 - 02:20

Kein Lebenszeichen von Opfer - Russen schweigen weiter

15.08.2012, 14:49
Kein Lebenszeichen von Opfer - Russen schweigen weiter (Bild:  (Bild: Zwefo; APA/Polizei))
Die Wiener Polizei und ihre russischen Kollegen beißen beim Verhör der beiden mutmaßlichen Entführer des Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso in Moskau offenbar weiterhin auf Granit. "Derzeit laufen die Befragungen, wir wissen noch nicht, wo sich der vermisste Anwalt befindet", sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Mittwoch. Es gebe derzeit auch "gar kein Lebenszeichen" des Opfers. Für Rebassos Familie hat das schmerzliche Drama damit weiterhin kein Ende.

Die österreichische Polizei ist sich sicher, dass bei dem Zugriff am Dienstag in der russischen Hauptstadt die richtigen Männer gefasst wurden - auch wenn die dortigen Kollegen nicht einmal den Fall an sich bestätigen wollen, geschweige denn eine Festnahme. Hahslinger wiederum betonte Mittwochmittag gegenüber dem ORF, es sei "Fakt", dass zwei "dringend tatverdächtige" Männer zwischen 30 und 40 Jahren, "die in Russland leben und wohnen", festgenommen wurden.

Die beiden seien in den letzten Tagen "massiv beobachtet" und schlussendlich überführt worden. Die Ermittlungen hatten sich von Beginn des Falles an - bereits vor knapp drei Wochen - nach Russland verlagert. Die mutmaßlichen Täter sollen nun unter anderem über Reisepässe ausgeforscht worden sein, die sie bei einer Mietwagenfirma vorgelegt hatten.

Familie muss weiter bangen

Das Bangen um das Leben des 48- jährigen bekannten Wiener Wirtschaftsanwalts nimmt weiter kein Ende - seine Familie geht durch die Hölle. Während man noch nicht einmal Gewissheit über Leben oder Tod eines Familienmitglieds habe, seien vor allem Spekulationen über dessen Vorleben und rund um Tatmotive enorm belastend, klagte ein Angehöriger kürzlich gegenüber der "Krone".

Auch die Polizei selbst wies bereits mehrfach auf die Gefahr hin, die veröffentlichte Details zu dem Fall in sich tragen würden. Berichte über etwaige Lösegeldforderungen wurden nur äußerst vorsichtig bestätigt, sämtliche Mutmaßungen über die Hintergründe der Causa seien nach wie vor reinste Spekulation.

Aus Tiefgarage verschleppt

Erich Rebasso war am 27. Juli 2012 aus einer Tiefgarage (Bilder) in der Wiener Innenstadt verschleppt worden. Die Exekutive veröffentliche daraufhin ein Fahndungsfoto sowie ein Bild seines Mercedes- Geländewagens, mit dem er an diesem Tag angeblich zu einem Termin in Niederösterreich aufbrechen wollte. Der Wagen sowie das Auto, das die Täter gemietet hatten, wurden auch von Überwachungskameras in der Garage erfasst - die Aufnahmen wurden allerdings nicht von der Polizei veröffentlicht.

Den Mercedes fand man vier Tage später auf einem Parkplatz in Wien- Simmering, der Mietwagen wurde retourniert. In beiden Fahrzeugen wurden Blutspuren gefunden. DNA- Analysen zufolge stammen sie von Rebasso.

kal
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