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"Kanzlerkandidat" des BZÖ ist weiterhin unklar

"Kanzlerkandidat" des BZÖ ist weiterhin unklar (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT
Die Orangen versuchen weiterhin, ihre Ratlosigkeit nach dem Verlust ihres Spitzenkandidaten Peter Westenthaler zu kaschieren: Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat nach der Übernahme des Parteivorsitzes am Wochenende weiterhin nicht entschieden, ob er bei der kommenden Nationalratswahl als Spitzenkandidat antreten wird oder nicht. Derzeit sei er dabei, ein "Team für Österreich" zu finden. Und Haider macht keinen Hehl daraus, dass diesem Ewald Stadler und Franz Fiedler angehören sollen. Eine Entscheidung über sich als "Kanzlerkandidat"  (O- Ton Haider), möchte Haider erst Mitte August bekannt geben.

Weder Haider noch sein Sprecher und stellvertretender Bundesparteichef Stefan Petzner ließen sich entlocken, ob in Richtung Spitzenkandidat schon eine Vorentscheidung gefallen sei. Eine Zeitungsschlagzeile "Haider als Spitzenkandidat fix" wurde von beiden als "nicht richtig" bezeichnet. Sehr wohl korrekt sei aber die Meldung, dass die Orangen unter der Bezeichnung "BZÖ - Liste Jörg Haider" antreten würden, falls Haider an der Spitze der Wahlbewegung stehen sollte.

Petzner erklärte, dass er damit beauftragt worden sei, für alle Eventualitäten vorzusorgen. Dazu gehöre die Verlegung der Wahlkampfzentrale von Wien nach Kärnten innerhalb weniger Stunden. Ob er selbst bundesweiter Wahlkampfleiter wird, sei noch nicht entschieden. "Wenn Jörg Haider mich damit beauftragen sollte, werde ich es selbstverständlich machen", sagte Petzner aber. Er ersuchte gleichzeitig die Medien sowie die "interessierte Öffentlichkeit" noch "um ein wenig Geduld" bezüglich des Spitzenkandidaten und seines Teams. Petzner: "Es wird sich lohnen."

Haider fährt zu Festspielen, statt Politik zu machen

In den kommenden Tagen will sich der designierte BZÖ- Chef "eine Auszeit nehmen", um in Ruhe über alle möglichen Varianten nachzudenken. Haider begibt sich zu den Bayreuther Festspielen und verabschiedet sich somit von der aktuellen Tagespolitik. Mit dem Wunsch, dass seinem künftigen "Team für Österreich" der ehemalige Rechnungshofpräsident Franz Fiedler sowie der frühere FPÖ- Politiker und Volksanwalt Ewald Stadler angehören sollen, hält Haider mittlerweile nicht mehr hinter dem Berg. Mit Stadler gebe es wieder freundschaftliche Kontakte, und er würde sich freuen, wenn er sich für die BZÖ- Liste entscheiden würde, sagte der Parteigründer.

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