Juwelierraub im Burgenland endet mit Verletztem

07.07.2012, 17:17
Juwelierraub im Burgenland endet mit Verletztem (Bild: Klemens Groh)
Foto: Klemens Groh
Dramatische Szenen haben sich Freitagmittag bei einem Raub im burgenländischen Kittsee abgespielt: Zwei Männer betraten ein Juweliergeschäft und täuschten Kaufinteresse vor. Plötzlich aber schlugen sie dem Inhaber Gerald S. (Bild) ins Gesicht, schnappten sich Goldschmuck und flüchteten. Anstatt sofort Alarm zu schlagen, rannte der Besitzer den Kriminellen hinterher und verletzte sich beim Versuch, sie aufzuhalten. Den Tätern gelang die Flucht.

"Die beiden Männer kamen gegen 12.20 Uhr ins Geschäft und gaben sich zunächst als normale Kunden aus. Sie ließen sich Goldarmbänder vorlegen und bekundeten ihr Interesse", schilderte Juwelier Gerald S. im Gespräch mit der "Krone". Doch dann machte das Duo keinen Hehl mehr aus seinen kriminellen Absichten, denn einer der beiden schlug den Inhaber des Geschäfts mit voller Wucht ins Gesicht.

Die Täter schnappten sich zwei Tableaus und rannten damit weg. "Ich warf den ersten Gegenstand, den ich finden konnte, auf die beiden. Es war ein Taschenrechner", so S. Die Männer sprangen in einen Wagen, an dessen Steuer bereits ein weiterer Komplize mit laufendem Motor auf sie gewartet hatte.

Sturz bei Verfolgung

Der Juwelier stürmte den Räubern noch hinterher, verfolgte sie bis zur Straße, erreichte noch das Fluchtauto und riss sogar die Wagentür auf. Der Fahrer beschleunigte jedoch bereits, weshalb Gerald S. stürzte. Er zog sich dabei Verletzungen im Gesicht sowie an beiden Händen und Beinen zu. Die Höhe des entstandenen Schadens steht bislang nicht fest. Eine Alarmfahndung blieb erfolglos, die Männer werden in der Slowakei vermutet.

AG/Kronen Zeitung/red
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