Vor der Abspaltung der Kärntner Freiheitlichen stand das BZÖ klar gegen einen eigenen Kandidaten. Seither steckt das abgemagerte Bündnis aber in einer Profilierungsnot. Die Option auf eine Kandidatur hielt sich Bucher in den letzten Tagen daher wieder offen.
Der Wahlkampf wäre jedoch "eine große finanzielle Herausforderung", meinte der Parteichef. Als Budget könnte er maximal 600.000 Euro aufbringen. Das Geld wäre dann eine "Vorlaufinvestition" für den Nationalratswahlkampf, erklärte Bucher am Freitag.
Derzeit verfüge das BZÖ über ein Ansparungsprogramm für die nächste Nationalratswahl und aus diesem Topf müsste das Geld herausgenommen werden. "Inwieweit wir das Geld jetzt schon in die Hand nehmen wollen, müssen wir noch überlegen", so der Parteichef. Nun müsse genau abgewogen werden, ob sich das riskante Unternehmen lohne. Seine Chancen gegen Amtsinhaber Heinz Fischer schätzt er jedenfalls realistisch ein: "Das kann ja nur ein kleines Etappenziel auf dem Weg hin zu einer guten Nationalratswahl sein."
Bucher schielt auf bürgerliche Wähler
Generell würde Bucher im Präsidentschaftswahlkampf eine politische Diskussion zu diesem Amt führen wollen. So sei etwa darüber zu sprechen, an welchen Staatsorgangen Veränderungen vorzunehmen sind. Auch möchte er darauf hinweisen, wie "unsinnig" die vielen Verwaltungsebenen sind. "Das wäre mein Motiv anzutreten", so Bucher. Nachdem am Donnerstag ÖVP und Grüne ihren Verzicht auf ein Antreten bekanntgegeben haben, könnte sich das BZÖ vorstellen, die bürgerlichen Wähler anzusprechen. Eine Kandidatur würde sich für Bucher "anbieten", meinte er.
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