Die Ermittlungen liefen seit Monaten. Der Zugriff am Dienstag im Morgengrauen war generalstabsmäßig geplant. Die Beamtenschar, die an der Jagd auf die serbische Fälscherbande beteiligt war, ist schwer zu überschauen. Kein Wunder, dass offizielle Informationen bloß lückenhaft durchsickerten. Nur so viel: Bei den zwölf Razzien in ganz Wien konnten richtige Fälscherwerkstätten ausgehoben werden.
Geld, Führerscheine, Pässe, Personalausweise gedruckt
Vor allem falsche serbische Dinar sollen dort in großem Stil gedruckt worden sein - für Mega-Immobiliendeals in Serbien. Aber auch Führerscheine, Reisepässe und Personalausweise produzierte die kriminelle Vereinigung.
Ermittler vermuten, dass die Dokumente für international agierende Verbrecher gedruckt worden sind. Deshalb war auch die europäische Polizeibehörde Europol mit Sitz in Den Haag am Dienstag mit von der Partie. Vertreter der Behörde bedankten sich schon am Vormittag für die gute Zusammenarbeit mit den österreichischen Kollegen.
Nationalbank übernimmt die Analyse des Falschgeldes
Die Hausdurchsuchung bei einem Waffenhändler, der wie seine Komplizen sofort festgenommen wurde, übernahmen die Polizisten der Cobra. Die Analyse des Falschgeldes führen Experten der Oesterreichischen Nationalbank durch. Die Ermittlungen der vergangenen Monate und den Zugriff leitete Staatsanwältin Sonja Herbst - auch bekannt als BAWAG-Anklägerin.
Vertreter aller beteiligten Behörden wollen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Innenministerium Näheres zur Jagd auf die Fälscherbande und die erfolgreiche Zerschlagung des Kriminellenrings bekannt geben.
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