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20.06.2013 - 05:19

Innsbrucker Polizei gelingt Schlag gegen Drogenszene

09.07.2012, 13:12
Innsbrucker Polizei gelingt Schlag gegen Drogenszene (Bild: Christoph Birbaumer)
Foto: Christoph Birbaumer
Im Zuge mehrmonatiger Ermittlungen ist der Tiroler Polizei ein massiver Schlag gegen die Drogenszene gelungen. Insgesamt seien in der vergangenen Woche zwölf Personen im Alter zwischen 24 und 42 Jahren wegen Drogenhandels festgenommen worden, darunter zehn Österreicher sowie ein Türke und ein Serbe, erklärte der Innsbrucker Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler (Bild) am Montag. Insgesamt seien rund zweieinhalb Kilo Kokain sichergestellt worden.

Fünf Personen seien nach wie vor in Haft, die restlichen sieben Verdächtigen auf freiem Fuß angezeigt worden, berichtete der Stadtpolizeikommandant. Unter den Inhaftierten befinde sich auch einer der führenden Köpfe der Tiroler Hells- Angels- Szene. Dieser sei auch der Kopf des nunmehr aufgedeckten Drogenhandels gewesen. Bei vier weiteren Tatverdächtigen solle es sich ebenfalls um Mitglieder dieser Szene handeln. Inzwischen habe man bereits rund 80 Suchtgiftabnehmer ausforschen können. Diese hätten mit einer Anzeige zu rechnen, erklärte Kirchler.

Ein Dealer noch auf freiem Fuß

Ein mutmaßlicher Innsbrucker Drogendealer befindet sich laut den Ermittlern noch auf der Flucht. Er stehe im Verdacht, Kokain, Speed und Ecstasy verkauft zu haben. Im Zuge der Ermittlungen habe man außerdem herausgefunden, dass ein im April dieses Jahres in Innsbruck auf offener Straße gefundener Drogentoter zuvor in der Wohnung des flüchtigen Dealers kollabiert und anschließend von diesem "abgeduscht" und vor die Wohnung getragen worden sei, meinte Chefinspektor Georg Happ.

Bei den insgesamt elf Hausdurchsuchungen in Innsbruck, Zirl (Bezirk Innsbruck Land) und Reutte seien unter anderem zwei geladene Pistolen, ein Elektroschocker, zwei Schreckschusswaffen samt Munition und ein Baseballschläger gefunden worden. In der Wohnung des Hells- Angels- Mitglieds habe man zudem 9.000 Euro sicherstellen können, sagte der Stadtpolizeikommandant.

AG/red
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