Der Taxler erhielt am Donnerstagabend einen Anruf von "Igor". Der Gauner bat den Mann zu seiner "Tante" zu fahren, um dort ein Paket für ihn abzuholen. Der 47-Jährige sollte dieses dann in ein Hotel in der Annenstraße bringen.
Taxler schöpfte Verdacht
Daraufhin fuhr der Mann zur 84-Jährigen, die ihm auch ein Kuvert übergab. Darin befanden sich laut Exekutive die 4.000 Euro. Auf dem Weg zum Hotel wurde der Taxler insgesamt fünfmal von "Igor" angerufen, der nachfragte, ob er denn bereits unterwegs sei. Dieses Verhalten kam ihm seltsam vor, daher beschloss er, zur Polizei zu gehen. Auf der Dienststelle bekam der 47-Jährige erneut einen Anruf von "Igor". Als der Taxler ihm sagte, er sei bei der Exekutive und "Igor" solle herkommen, um sich das Kuvert abzuholen, legte der Gauner sofort auf.
Anschließend fuhr die Streife zur Pensionistin und gab ihr das Geld zurück. Im Zuge der Erhebungen stellte sich dann heraus, dass die Frau tatsächlich einen guten Freund namens "Igor" hat. Auf Rückfrage der Beamten gab dieser an, er hätte nichts mit dem Vorfall zu tun und an diesem Tag auch nicht mit der 84-Jährigen gesprochen.
Weststeirerin bezahlte "Spesen"
Im steirischen Groß St. Florian haben Unbekannte einer 79-jährigen Frau hingegen 6.690 Euro abgeknöpft. Sie riefen die Pensionistin am Mittwoch zwischen 14 und 15 Uhr an und behaupteten, von der türkischen Zollbehörde zu sein. Die Täter sagten laut Polizei, sie müssten für einen vor vier Jahren gekauften und bereits gelieferten Teppich noch Spesen kassieren.
Die Frau schöpfte offenbar keinen Verdacht, das Geld wurde überwiesen und kurz darauf auch behoben. Eine weitere Transaktion in der Höhe von 4.640 Euro hätte am nächsten Tag unter dem Vorwand, dass ein Betrag falsch verbucht wurde und der Zoll die Überweisung nicht erhalten hätte, durchgeführt werden sollen. Doch ein Bankangestellter wurde misstrauisch und riet der Pensionistin, den Vorfall anzuzeigen.
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