Österreichs Lieblingstier ist eindeutig
die Katze. 1,5 Millionen Stubentiger bevölkern unsere Häuser
und Wohnungen. Außerdem teilen Herr und Frau Österreicher
ihre Behausung mit 500.000 Hunden, 300.000 Singvögeln und
350.000 Nagern.
Der Umgang mit Haustieren beeinflusst besonders
Kinder. Als Erwachsene sind sie etwa engagierter und zeigen größeres
Interesse an Umwelt- und Naturschutz.
Und auch körperlich richten Vierbeiner einiges
aus: Mit einem Hund macht man im Schnitt 30 Prozent mehr Bewegung.
Das Spielen mit einer Katze kann erwiesenermaßen Stress
abbauen. Vielleicht zwei der Gründe für die bessere
Gesundheit...
Vorsicht während der Schwangerschaft
Nicht in jedem Fall sind Haustiere gesundheitsförderlich.
Schwangere sollten auf ausgiebiges Kuscheln mit Haustieren verzichten.
Vor allem der Kontakt von Fell oder Federn mit dem Mund ist unbedingt
zu vermeiden. Experten weisen darauf hin, dass Haustiere wie Hund,
Katze, Hamster oder Sittich insgesamt etwa 60 verschiedene Krankheitserreger
auf den Menschen übertragen können.
Als größte Gefahr für Schwangere
gilt die Toxoplasmose. Die normalerweise harmlose Krankheit kann
bei Schwangeren im schlimmsten Fall zum Absterben oder zu einer
Missbildung des Fötus führen. Infizierte Katzen scheiden
die Erreger - einzellige Sporentierchen namens Toxoplasma gondii
- über ihren Kot aus und können dadurch Toxoplasmose
übertragen. Der infizierte Katzenkot muss jedoch mindestens
zwei Tage alt sein.
Haustiere gehören daher auf keinen Fall mit
ins Bett. Schwangere sollten ebenso wie ältere und kranke
Menschen bei der Tierhaltung auf besondere Hygiene achten und
das Katzenklo oder den Käfig des Tieres am besten von einem
Familienmitglied reinigen lassen. Nach dem Schmusen und Streicheln
die Hände waschen, auf keinen Fall die eigenen Finger ablecken.
Und: Ein gesundes Tier kann keinen Menschen krank machen - deshalb
ist der regelmäßige Tierarztbesuch unumgänglich.
Ein Abschieben der Vierbeiner ins Tierheim ist also nicht nötig,
auch wenn Nachwuchs im Anmarsch ist.