Mensdorff: Am 8. Jänner wird im Prozess gegen Alfons Mensdorff- Pouilly der Kronzeuge der Anklage aussagen. Mark Cliff, ein früherer Finanzberater, soll per Videokonferenz in London vernommen werden. Es geht um die Frage, woher 12,6 Millionen Euro stammen, die durch die Hände von Graf Ali geflossen sind. Laut Anklage kamen sie vom Rüstungskonzern BAE und dienten Bestechungszwecken.
Strasser: Im Prozess gegen Ernst Strasser wird die Befragung der beiden englischen Journalisten am 14. Jänner stattfinden. Nach der Videokonferenz mit London soll das Urteil ergehen. Der frühere Politiker ist wegen Bestechung angeklagt. Er beteuert, er habe die ihm angebotenen 100.000 Euro niemals nehmen wollen.
Immofinanz: Ab 22. Jänner muss sich der frühere Chef der börsennotierten Immofinanz, Karl Petrikovics, vor Gericht wegen Untreue verantworten. Ihm und weiteren vier Mitangeklagten werden – angeblich durch Treuhänder verschleierte – Aktienoptionsgeschäfte mit 32 Millionen Euro Schaden angelastet. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.
Koloini: Ab dem 24. Jänner wird der frühere Sekretär von Jörg Haider, Franz Koloini, neuerlich vor Gericht stehen. Er wurde im ersten Prozess freigesprochen, doch der Oberste Gerichtshof hat das Urteil aufgehoben. Dabei geht es um die Einbürgerung von zwei Russen. Sie haben 900.000 Euro bezahlt, angeblich für das Sponsoring eines Formel- 1-Rennfahrers. Der Staatsanwalt vermutet: Es war Schmiergeld für österreichische Pässe.
Telekom: Am 11. Februar beginnt ein erster Prozess um die Telekom. Ex- Vorstand Heinz Sundt und vier Mitangeklagten werden die künstliche Steigerung des Aktienkurses angelastet, um Bonuszahlungen zu kassieren. Was von den Beschuldigten bestritten wird.
Wienerwald- Mord: Zudem findet im Jänner auch ein Mordprozess statt. Es geht um den Tod eines Autohändlers und Geldverleihers, dessen Leiche im Juli beim Wienerwaldsee gefunden wurde. Im Streit um Schulden soll er von einem Hausarbeiter eines Wiener Spitals getötet worden sein.