2. Oktober 2009: Das Bundeskriminalamt berichtet, dass Polizisten in Österreich einen Schlepperring ausgehoben haben. Zehn Personen, neun Kosovo- Albaner und eine Österreicherin, befinden sich in Haft. Die Gruppe wird verdächtigt, seit Mai 2008 mehrere hundert Personen aus dem Kosovo und Albanien nach Österreich und weiter in andere EU- Staaten geschleust zu haben. Pro Person verlangten sie dafür zwischen 2.500 und 8.000 Euro.
5. September 2009: Ein 49- jähriger Serbe, der sieben Kosovo- Albaner illegal nach Frankreich und Deutschland bringen wollte, wird auf der Westautobahn (A1) bei Enns (Bezirk Linz) in Oberösterreich gefasst. Aus dem Wagen des Mannes steigen neben dem Fahrer sieben Personen aus, eine Familie aus dem Kosovo mit drei Kindern im Alter von drei, vier und zehn Jahren, deren Schwager, sowie ein weiterer Kosovo- Albaner. Die Familie hatte für die Schleusung nach Frankreich 500 Euro pro Person gezahlt.
1. April 2009: In Zusammenarbeit von internationalen und österreichischen Polizeibehörden gelingt ein schwerer Schlag gegen eine professionell organisierte Schlepperorganisation. 61 Personen werden in vier europäischen Ländern festgenommen, darunter auch ein Mann und eine Frau aus der Steiermark. Österreich diente als Transitland auf dem Weg nach Deutschland, in die Schweiz und nach Frankreich. Die Hauptgruppe der Geschleppten waren türkische Kurden.
4. Februar 2009: Sechs Personen - darunter drei Kinder - hat ein Menschenschmuggler aus Serbien in seinem Lkw. Er wird auf der Westautobahn (A1) in Oberösterreich geschnappt.
29. März 2008: Fünf Mitglieder einer Schlepperbande aus Moldawien erwischt die Polizei in Tirol. Sie wollten mit Hilfe erschlichener Schengen- Visa 31 Landsleute in drei Kleinbussen nach Italien bringen.
16. Oktober 2008: Zwei mutmaßliche Schlepper werden im niederösterreichischen Poysdorf (Bezirk Mistelbach) nach kurzer Verfolgung angehalten. In ihren Fahrzeugen mit polnischen Kennzeichen befinden sich acht russische Staatsangehörige.
14. September 2007: Insgesamt 47 illegale Einwanderer werden am Grenzübergang Berg (Bezirk Bruck an der Leitha) in Niederösterreich aufgegriffen. Die Ukrainer und Moldawier wurden in Lkws versteckt. 37 Personen befanden sich in dem ersten Schwertransporter, vier Männer und sechs Frauen versuchten ebenfalls mit einem Fahrzeug ins Bundesgebiet zu gelangen. Zwei litauische Schlepper kommen in Haft.
2. Juli 2004: Zwölf Haft- und 15 Hausdurchsuchungsbefehle in Österreich, Deutschland und Tschechien: Diese Bilanz zieht die Kriminalabteilung NÖ im Zusammenhang mit seit März laufenden Ermittlungen gegen eine hierzulande etablierte, international tätige Schlepperorganisation. Der Ring soll "seit mindestens 2002" aktiv und darauf spezialisiert gewesen sein, vorwiegend türkische Staatsbürger kurdischer Abstammung nach Österreich und in andere Länder der EU zu schleppen.
8. Juni 2004: In Wien wird ein Schlag gegen die chinesische Schleppermafia geführt. Für fünf Verdächtige klicken die Handschellen. Die Bande soll nach Angaben des Bundeskriminalamts seit dem vorangegangenen Jahr bis zu 1.800 Menschen aus China nach Österreich geschleust haben. Die Geschleppten, die als vermeintliche Studenten kamen, zahlten pro Person 15.000 bis 18.000 Euro.
3. November 2003: Die Behörden berichten von einer Aktion gegen eine Schlepperbande in Ostösterreich. Die Organisation soll seit 1994 bis zu 10.000 Menschen, vorwiegend Kosovo- Albaner, illegal in die EU gebracht haben. Die Migranten wurden vielfach unter menschenunwürdigen Verhältnissen transportiert, zum Beispiel in Verstecken von Reisebussen oder im Kofferraum von Pkw. Eine Spezialeinheit hat in Zusammenarbeit mit ungarischen Kollegen 17 Verdächtige festgenommen. Allein seit Anfang 2001 sollen sie mindestens 2.000 Menschen nach Österreich und weiter in den EU- Raum geschmuggelt haben.
10. August 2001: Im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf werden insgesamt 107 Personen - 74 Afghanen, 14 Somalier, acht Bangladescher, vier Inder, drei Algerier, zwei Iraker, ein Iraner und ein Syrier - von Beamten des Grenzüberwachungspostens Dürnkrut gemeinsam mit Bundesheersoldaten entdeckt. In der Gruppe sind auch elf Frauen und 26 Kinder. Ferner stoßen Beamte in Gmünd am örtlichen Bahnhof fünf illegal eingereiste Armenier. Weitere 28 Personen werden im Burgenland gestellt.