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19.06.2013 - 05:20

Grabräuber geht's an den Kragen: LKA ermittelt endlich

28.06.2012, 17:09
Grabräuber geht"s an den Kragen: LKA ermittelt endlich (Bild: Andi Schiel)
Foto: Andi Schiel
Der irre Grabräuber aus Tschechien bleibt dabei: Er will mit den aus den Zentralfriedhof- Gruften gestohlenen Gebissen unserer Weltkomponisten Strauß und Brahms bei Prag ein bizarres Zahnmuseum eröffnen. Einen Strich durch die Rechnung könnte ihm das Landeskriminalamt machen. Ermittelt wird wegen Einbruch.

Die Friedhöfe schweigen naturgemäß wie ein Grab, die "Krone" hat es trotzdem erfahren: Die geplünderten Särge wurden in einer Nacht- und- Nebel- Aktion von der Verwaltung geöffnet, heuer etwa die Gruft von Johannes Brahms. Der Schock für die Mitarbeiter muss damals groß gewesen sein: Die Zähne des Musikgenies waren verschwunden! Ähnlich das Bild auch bei Johann Strauß jr.: Ober- und Unterkiefer fehlten, gestohlen von einem Knochen- Freak, der in Tschechien die Münder der Komponisten- Stars in Vitrinen ausstellen will.

"Museumsdirektor" droht jahrelange Haft

Das LKA jedenfalls ermittelt wegen Einbruchs - eine Gruft wird wie eine Wohnung oder ein Haus gehandhabt. Wegen "Störung der Totenruhe" war bereits im Mai des heurigen Jahres – wie die Staatsanwaltschaft bestätigte – eine Anzeige der Polizei eingegangen. Diese entsprechenden Delikte könnten den "Museumsdirektor" sogar für Jahre ins Gefängnis bringen.

O. J. sieht sich nicht als Geistesgestörten an

Aber alle fragen sich: Was ist das für ein Mann, der fremde Gebisse stiehlt? Einblick in eine offenbar kranke Seele: O. J. ist 40 Jahre alt, schon von Kindheit an bekundet er ein Interesse an Zahnmedizin, mit 14 will er eigenen Angaben zufolge bereits Gräber geplündert haben. In einem Manifest schreibt er: "Heute tut es mir leid, dass ich viele wissenschaftlich interessante Funde damals eingeschmolzen habe und als Bruchgold weiterverkauft habe." Er selbst sieht sich nicht als Geistesgestörten, er sieht sich als Wissenschaftler und Wohltäter...

Michael Pommer, Christoph Budin und Peter Grotter, Kronen Zeitung
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