Die neue Bundesvertretung wird nunmehr 100 Sitze umfassen, bisher waren es 96. Trotz der gestiegenen Mandatszahl gewann von den großen Fraktionen nur die FLÖ (bisher 15, nun 17 Mandate) Sitze dazu. Die AG kommt - wie bereits erwähnt - auf 21 Mandate, wobei die zwei verlorenen Sitze darauf zurückzuführen sind, dass sich die Medizinerunion Innsbruck kurz nach dem Urnengang von der Aktionsgemeinschaft distanzierte und nicht als Teil dieser Fraktion in der BV sitzen will.
Der VSStÖ stagnierte bei zwölf Mandaten, die GRAS verlor drei ihrer zuletzt 14 Mandate. Die bisherige ÖH-Exekutive aus GRAS, VSStÖ, FLÖ und Fraktion Engagierter Studierender wird aber weiterhin über eine Mehrheit in der Bundesvertretung verfügen.
VSStÖ auf Platz eins an Uni Wien
An der Uni Wien verloren alle großen Fraktionen, Gewinner unter den Verlierern waren dabei die roten Studenten: Da AG und vor allem GRAS noch stärker absackten, errang der VSStÖ Platz eins an der größten Uni des Landes. Die drei großen Fraktionen liegen hier nun Kopf an Kopf. Von ihren Verlusten profitiert haben vor allem die kleinen Listen - so erreichten die erstmals kandidierenden Unipiraten ein BV-Mandat, auch die zum ersten Mal an einer Uni antretende Fraktion Engagierter Studierender sicherte sich einen Sitz im Studentenparlament. An der Uni Wien verursachte die linke Exekutive aus GRAS, VSStÖ und KSV-Lili das Finanzdebakel um das Studi-Beisl "Cafe Rosa" - trotz Verlusten verteidigten sie aber ihre Mehrheit in der Universitätsvertretung locker.
Die AG erlitt schwere Verluste an der Medizin-Uni Wien und verzeichnete sogar an der "Cafe Rosa"-gebeutelten Uni Wien ein Minus. An den meisten anderen Unis konnte die AG trotz Stimmverlusten ihren Mandatsstand halten, an der Wirtschaftsuniversität verlor sie ein BV-Mandat, an der Technischen Universität Wien gewann sie eines - jeweils vor allem deshalb, weil an diesen Unis insgesamt weniger bzw. mehr BV-Sitze vergeben wurden.
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