Der afghanische Staatsbürger - krone.at berichtete - war vor genau einer Woche in Neukirchen am Großvenediger verhaftet worden. Ali A. (im Bild auf einem US-Fahndungsfoto) lebte als Asylwerber in Österreich. Zuletzt hatte er einen Job als Pizzakoch in einem Salzburger Betrieb gefunden.
Ali A. war 2006 nach Österreich gekommen und hatte um Asyl angesucht. Damals gab er an, dass er in seiner Heimat mit Mord bedroht worden sei. Er hatte außer einer Geburtsurkunde, die gefälscht gewesen sein dürfte, keine Papiere bei sich, sagte ein Polizeisprecher. 2007 bekam er dann den Flüchtlingsstatus. Wie sich herausstellte, lebte der Mann unter Angabe von fünf verschiedenen Namen in den USA, Kanada und Österreich.
DNA-Abgleich führte zu Interpol-Alarm
In Österreich stand der mutmaßliche Vergewaltiger im Herbst 2009 in Salzburg vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, sich im April 2009 an einer 21-jährigen Salzburgerin vergangen zu haben. Das Verfahren gegen ihn wurde aber am 14. Oktober eingestellt. Es bestand der Verdacht, dass der Afghane von der Frau verleumdet worden sei. "Den Fall in Österreich und jene Taten in Kalifornien kann man nicht miteinander verknüpfen", so eine Gerichtssprecherin.
Überführt wurde der Gesuchte durch die Übereinstimmung seines DNA-Profils mit jenem des gesuchten Täters in den USA. Nachdem im Zuge des österreichischen Verfahrens das DNA-Profil des Mannes an das Bundeskriminalamt übermittelt wurde, habe es nationale und internationale Abgleiche in DNA-Datenbanken von gesuchten Straftätern gegeben. Der Abgleich mit Interpol war dann positiv.
Ali A. drohen bis zu 53 Jahre Haft
In Kalifornien wird seit dem Jahr 2002 nach Ali A. gefahndet. Neben zwei Vergewaltigungen in Orange County wird dem Mann auch eine dritte, versuchte Vergewaltigung angelastet. Laut US-Berichten drohen ihm bei einer Verurteilung 53 Jahre Haft.
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