Zudem zeichnet sich kein Silberstreif am Horizont ab: Denn auch bei den Studienanfängerquoten ist Österreich unterdurchschnittlich. Während im OECD- Schnitt jeder zweite Jugendliche im Lauf seines Lebens ein Hochschulstudium aufnehmen wird, ist es in Österreich nur jeder Dritte.
Internationale Spitzenreiter bei der Akademikerquote sind Kanada (44 Prozent), die USA (38 Prozent) sowie Schweden und Finnland (je 33 Prozent). Im Bildungsministerium verweist man auf die "begrenzte Vergleichbarkeit" der Werte, weil in anderen Ländern beispielsweise die Ausbildung zum Kindergärtner eine akademische ist.
Abgeschlagen ist Österreich auch beim Anteil der Hochschul- Absolventen, die im typischen Abschlussalter ihr Studium erfolgreich beenden können: Das ist in Österreich nur bei 19 Prozent der Fall, im OECD- Schnitt sind es 32 Prozent.
Deutlich besser ist Österreichs Performance bei den Doktoratsstudien: Während hierzulande 1,9 Prozent eines Altersjahrgangs promoviert werden, sind es im OECD- Durchschnitt nur 1,3 Prozent.
Auffallend ist, dass die Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt weiter sinken. Wurden 1995 noch 6,1 Prozent des BIP für Bildung ausgegeben, waren es 2001 nur mehr 5,8 Prozent und 2002 nur mehr 5,7 Prozent. Damit liegt Österreich unter dem OECD- Schnitt von 6,1 Prozent.