Auch wenn Mario (links im Bild mit seiner Mutter) in wenigen Monaten seine Lehre als Versicherungskaufmann abschließen wird, hilft ihm das vorerst nicht, Österreicher zu werden. Da er als Lehrling die erforderlichen 1.200 Euro im Monat nicht drei Jahre lang verdient hat, gibt es den Pass nicht.
Mario fühlt sich "als waschechter Wiener"
Da hilft es auch nicht, dass Mario sich "als waschechter Wiener" fühlt. Auch sein Wunsch, "für das neue Vaterland zu dienen und den Präsenzdienst abzuleisten", bleibt ihm verwehrt. "Ich bin sehr bedrückt, dass ich in dem Land, in dem ich aufgewachsen bin und dem ich mich zugehörig fühle, nicht Staatsbürger werden kann", so Mario. Grotesk: Sein jüngerer Bruder und die Mutter sind bereits Österreicher.
"Gesetz geht an der Realität vorbei"
"Da Mario sowohl von den Behörden als auch von der Politik keine Hilfe bekommen hat, hat er sich an SOS-Mitmensch gewandt. Er hofft, dass durch die öffentliche Aufmerksamkeit ein Umdenken einsetzt", erklärt SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak. "Dieser Fall zeigt erneut, dass das Gesetz an der Realität vorbeigeht und dringend reformiert gehört", so Pollak weiter, "wenn jemand hier aufgewachsen ist, darf ein niedriges Einkommen kein Ausschlussgrund für die Einbürgerung sein."
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