Krankenhaus-Keime

Fünf Jahre Leiden für Wienerin – und kein Ende in Sicht

Österreich
06.09.2010 19:11
Bei einer Routine-Operation vor fünf Jahren hat sich die Wienerin Sieglinde M. mit äußerst aggressiven Bakterien infiziert - Akne inversa. Jede Behandlung scheiterte, weil Antibiotika nicht griffen. Als sich der Zustand der 55-Jährigen verschlechterte, wollte sie in Pension gehen. Doch die Pensionsversicherungsanstalt lehnte ab.

Den Alltag zu bewältigen, ist täglich eine neue, fast unlösbare Aufgabe für die Frau. Das Bakterium hinterlässt offene Wunden. "Manchmal schaffe ich es kaum, Kleidung zu tragen", so die Wienerin frustriert. Heuer suchte die ehemalige Friseurin um Pension an. Doch die PVA folgte dem Urteil eines Orthopäden (!) und lehnte ab. Ein Dermatologe wurde nicht beauftragt.

Hoffnungsschimmer
Auf "Krone"-Anfrage erklärte die PVA: "Auch wenn ich nichts versprechen kann, wäre es doch sinnvoll, einen Hautarzt zu befragen." Ein Hoffnungsschimmer für das "Pensionsopfer", das nun meint: "Ich hoffe, dass mir nach diesem schwerem Schicksalsschlag jetzt doch noch Gerechtigkeit widerfährt."

von Tina Kaufmann, Kronen Zeitung

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