Die Angehörigen der Frau seien tief betroffen und würden psychologisch betreut, erklärte er. Dass auch die beiden Patienten erkrankt sind, die nach ihr in dem Operationssaal behandelt worden waren, könne "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ausgeschlossen werden, betonte Schöny. Es sei kein Fall bekannt, in dem Creutzfeldt- Jakob durch chirurgische Instrumente übertragen wurde.
OP- Besteck entsorgt
Der OP- Saal ist umgehend geschlossen und das verwendete Besteck aus dem Verkehr gezogen worden. Der entstandene Schaden betrage mit Sicherheit 200.000 bis 300.000 Euro, er könnte aber bis zu einer Million Euro ausmachen, so Schöny.
Bei der Patientin war vergangenen Donnerstag eine Biopsie durchgeführt worden, da der Verdacht auf einen Hirntumor, eine Hirnentzündung oder einen Hirninfarkt vorlag. Die entnommenen Gewebeproben ergaben aber den Verdacht auf Creutzfeldt- Jakob und wurden noch am Wochenende zum zuständigen Nationalen Referenzzentrum im AKH Wien gebracht. Laut Schöny zählt man in Österreich pro Jahr an die zehn Erkrankungen, in Oberösterreich eine.