Die Asylwerber fühlen sich seit ihrem Umzug von der Votivkirche in das Servitenkloster im Stich gelassen und wollen daher mit öffentlichen Protestaktionen wieder auf sich aufmerksam machen. Sie drohen auch mit neuen Besetzungen.
Die Lage im Kloster habe sich nach außen hin beruhigt, viele der Betroffenen würden aber ständig mit der Angst vor Abschiebung leben, betonten die Sprecher der Flüchtlinge im Rahmen einer Pressekonferenz. Der Protest sei daher noch nicht zu Ende, wurde betont. Ein erster Aktionstag wird im Rahmen der Feierlichkeiten am 1. Mai stattfinden.
"Bestie der Deportation"
Ihre Forderungen haben die Flüchtlinge mittlerweile auf einen Hauptpunkt beschränkt: Sie wollen den Stopp von Abschiebungen. In Pakistan etwa herrsche für sie Gefahr für Leib und Leben. Das sei kein sicheres Land und sie wollen daher auch nicht dorthin zurück, so die Betroffenen.
Man warte ab, ob Kardinal Christoph Schönborn sein Versprechen, die Asylwerber zu schützen, halten werde, wurde betont. Wenn es jedoch nicht zu einer Lösung komme und die "Bestie der Deportation nicht getötet wird", werde es Überraschungsaktionen, Blockaden und neue Besetzungen geben. Einer der Betroffenen drohte sogar, sich selbst etwas anzutun.
"Spielball der Politik"
Die Asylwerber beklagten, dass sie als "Spielball der Politik" missbraucht würden. Man habe ihnen zwar eine individuelle Prüfung ihrer Asylanträge und Rechtshilfe versprochen, aber stattdessen würden sie von den Behörden unter Druck gesetzt und hätten negative Asylbescheide bekommen.
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