Nach seiner Rettung wurde der Mann zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Das Sozialamt wurde eingeschaltet, und die anderen Mieter machen nach Informationen der "Krone" mobil. Sie wollen mit dem Bezirksvorsteher reden, der bereits Handlungsbedarf eingeräumt hatte: "Ich könnte dort nicht leben und nachts ruhig schlafen."
Laut Polizei sei der Mann "oft weggetreten". Deswegen habe man mit "Armenpfarrer" Wolfgang Pucher Kontakt aufgenommen, damit der 37- Jährige noch im Laufe der Woche im "Vinzinest" Quartier bekommt. Diese Lösung wäre die am "wenigsten gefährliche" für den Betroffenen und seine Umgebung, so ein Beamter.
Die Serie der Einsätze begann laut Berufsfeuerwehr Graz am 12. August 2009. Damals wurden die Helfer aus der nur wenige Meter entfernte Zentralfeuerwache zu einem Unfall in die versperrte Wohnung gerufen. Am 8. September brannte dann erstmals Kochgut. Im Oktober musste die Feuerwehr abermals wegen eines Unfalls zur selben Adresse ausrücken. Am 17. Jänner, 9. und 17. Februar sowie am Dienstag, 9. März, waren es dann wieder Brände - teils durch vergessenes Kochgut, teils durch Zigarettenglut im Bett -, die der Grazer aus Unachtsamkeit ausgelöst hatte.