Es wird wärmer, Gewitter gibt es aber weiterhin

23.07.2012, 06:43
Es wird wärmer, Gewitter gibt es aber weiterhin (Bild: dpa/Jan-Philipp Strobel)
Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel
Das kalt- feuchte Wetter ist bald vorbei, die sommerlichen Temperaturen kehren in dieser Woche wieder zurück. Wie die Meteorologen der Zentralanstalt für Meteorologie am Sonntag prognostizierten, wird es jedoch an den Nachmittagen weiterhin Gewitter geben.

Heute wird viel Sonnenschein geboten, nur in den Nordalpen ist es vorübergehend auch wolkig. Am Alpenostrand macht sich tagsüber mäßiger, stellenweise kurzzeitig lebhafter Nord- bis Nordostwind bemerkbar. Die Tageshöchsttemperaturen umspannen 20 bis 26 Grad.

Anfangs überwiegt am Dienstag im ganzen Land der Sonnenschein, nur im Südosten sind bereits in der Früh ein paar Wolkenfelder anzutreffen. Tagsüber bleibt es im Norden und Nordosten recht sonnig und voraussichtlich bis zum Abend trocken. Von der Silvretta bis in das südliche Wiener Becken bilden sich Haufenwolken, die sich besonders am Tiroler Alpenhauptkamm sowie in Kärnten und der Steiermark zu Gewittern formieren können. Entlang der Donau in Oberösterreich bläst recht lebhafter Ostwind, sonst ist es abseits der Gewitterzonen eher schwach windig. In der Früh liegen die Temperaturen zwischen zehn und 17 Grad. Die Tagesmaxima sind mit 23 bis 29 Grad erreicht.

Der Mittwoch startet von Vorarlberg entlang der Alpennordseite noch oft sonnig. Im Süden und Südosten ist es hingegen bereits trüb und immer wieder gehen Regenschauer, mitunter auch Gewitter nieder. In der Folge breiten sich die gewittrigen Schauer auf alle Landesteile aus. Die Sonne zeigt sich dann nur noch selten. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Ost bis Südwest. 13 bis 21 Grad hat es in der Früh. Tagsüber erwärmt sich die Luft auf maximal 20 bis 28 Grad.

Am Donnerstag folgen auf kurze sonnige Abschnitte im Tagesverlauf immer wieder dichte Wolken sowie Regenschauer und Gewitter. Erst während der späten Nachmittags- und frühen Abendstunden beruhigt sich das Wetter langsam. Es weht nur schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen liegen zwischen 14 und 20 Grad. Die Tagesmaxima sind mit 20 bis 27 Grad erreicht.

Über der Westhälfte präsentiert sich das Wetter am Freitag ganztägig sonnig und trocken. Lokale gewittrige Schauer während der Nachmittagsstunden bleiben die Ausnahme. In Richtung Osten steigt jedoch im Tagesverlauf mit Quellwolken die Schauer- und Gewitterneigung deutlich. Damit ist bis zum Abend verbreitet mit Niederschlägen zu rechnen. Es weht nur schwacher bis mäßiger Wind, der lediglich in Gewittern vorübergehend auffrischt. Elf bis 21 Grad zeigt das Thermometer in der Früh. 25 bis 30 Grad tagsüber. Am wärmsten ist es dabei im sonnigen Westen.

Nassester Juli seit Messbeginn

Die anhaltenden Niederschläge Woche dürften zudem untermauern, was die ZAMG bereits zehn Tage vor Monatsende verkündete: Der Juli 2012 gehört vor allem im Süden Österreichs zu den nassesten Juli- Monaten seit Messbeginn. "An einigen Messstationen wurden die bisherigen Rekordmarken sogar schon übertroffen", berichtete Meteorologe Gerhard Hohenwarter.

Im steirischen Oberwölz habe es in diesem Juli 264 Liter pro Quadratmeter geregnet, der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1972 mit 224 Litern pro Quadratmeter, sagte Hohenwarter. "In Fresach in Kärnten hat der Juli bisher 263 Liter pro Quadratmeter gebracht, der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1990 mit 226 Litern pro Quadratmeter."

"Böden nicht mehr aufnahmefähig"

Beachtlich waren auch die Tages- Regenmengen. "Am 20. Juli hat es am Präbichl (Steiermark) an nur einem Tag 94 Liter pro Quadratmeter geregnet. Das kommt statistisch gesehen alle 15 Jahre vor. Heuer ist es nach dem 21. Juni mit 92 Litern pro Quadratmeter schon das zweite Mal. Das zeigt, wie ungewöhnlich die Regenmengen heuer sind. Daher sind speziell im Süden viele Böden nicht mehr aufnahmefähig und viele Bäche und Flüsse voll", so Hohenwarter. Ungewöhnlich ist auch der starke Regen in Klagenfurt am Samstag mit 72 Litern pro Quadratmeter. Das komme statistisch gesehen alle zehn Jahre vor.

AG/red
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