In Osttirol regnete es seit den frühen Morgenstunden, während des Vormittages wurde der Regenfall noch stärker. Die Wetterlage habe die Situation für die Einsatzkräfte laut Köll besonders gefährlich gemacht. Die Mannschaften waren am Vormittag unter anderem mit dem Bohren der 15 Sprenglöcher von je drei Metern Tiefe in einen rund 10.000 Kubikmeter großen Felsblock beschäftigt (Bild 2). Die Arbeiten in dem steilen Gelände waren äußerst schwierig, die Männer mussten mit Seilen gesichert werden.
Um 14.20 Uhr erfolgte dann die Sprengung. Köll zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Der Geologe befindet sich bereits wieder auf dem Geröllkegel", sagte er. Nun können die Experten weitere Planungen gezielt vornehmen. Für Donnerstag seien weitere Sprengungen "absolut auszuschließen": "Erst am Wochenende werden wir weiter im Gelände arbeiten können."
In der Nacht auf Dienstag waren rund 35.000 Kubikmeter Geröll und Fels auf die Felbertauernstraße gestürzt. Dabei wurde eine Lawinengalerie auf einer Länge von 95 Metern komplett zerstört. Ob es Verschüttete gibt, konnte nach wie vor nicht ausgeschlossen werden, bei der Polizei ist aber bisher keine Vermisstenmeldung eingegangen.
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